Zeuge erkennt Einbrecherin vier Tage später in Fußgängerzone

Von: irmi
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Eine Einbrecherin hebelte am Wochenende die Tür eines Sanitätshauses an der Grabenstraße mit einer Brechstange auf. Symbolbild: Colourbox

Eschweiler. Dumm gelaufen ist es für eine Einbrecherin, die am Wochenende die Tür eines Sanitätshauses an der Grabenstraße mit einer Brechstange aufhebelte und sich Zugang zum Geschäft verschaffte. Die am Haus installierte Überwachungskamera filmte nämlich die Täterin, die mit einem Fahrrad „anreiste“.

Da die Überwachungskamera ihren Besitzer direkt per E-Mail informiert, sobald ein Unbefugter sich an der Eingangstür zu schaffen macht, konnte dieser unverzüglich die Polizei alarmieren und die Einbrecherin sozusagen auf dem „silbernen Tablett“ servieren.

Die Polizei kam nach zweieinhalb Stunden an dem Eschweiler Geschäft an. Wäre sie anderthalb Stunden früher vor Ort erschienen, hätte sie die Täterin, die sich nach Aussage des Zeugen über eine Stunde lang in dem Sanitätshaus aufhielt und sich die Taschen füllte, auf frischer Tat ertappen können. „Wir hatten an diesem Abend sehr viel zu tun“, entschuldigt sich die Pressestelle der Polizei.

In der Fußgängerzone erkannt

Doch es sollte noch besser kommen: Als einer der Hausbewohner vier Tage später in der Innenstadt unterwegs war, erkannte er die Täterin, die ihr Fahrrad durch die Fußgängerzone schob. „Sie trug die gleichen Klamotten wie beim Einbruch“, erzählt der Zeuge. Er habe sofort den Vermieter und den Sanitätshaus-Inhaber angerufen, die sich kurze Zeit später zu ihm gesellten.

Die drei Männer ließen die Frau, die es sich mittlerweile mit ein paar Freunden an der Bushaltestelle an der Indestraße gemütlich gemacht hatte, nicht aus den Augen und riefen erneut die Polizei an. Eine Stunde später sei der Streifenwagen vorgefahren, so einer der Zeugen. „Nachdem eine Polizistin die Personalien der Frau aufgenommen hatte, durfte diese dann wieder von dannen ziehen“, schilderten sie.

„Gegen die Frau wird auf jeden Fall ermittelt“, sagt der Polizei-Pressesprecher. Die Polizistin hätte nicht nur die Personalien aufgenommen, sondern auch Fotos von der mutmaßlichen Einbrecherin gemacht, um diese dann mit dem Videomaterial vergleichen zu können. Bis zum Verfahren ist die vermeindliche Täterin auf freiem Fuß. Beim Einbruch in das Sanitätshaus trug die etwa 30-jährige Frau eine weiße Jacke, eine schwarze Pudelmütze, eine Jeanshose und Turnschuhe.

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