Zeit, um Flagge zu zeigen: „Wir sind Opel”

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Der „Opel-Altar” im Wohnzimmer: Angefangen hat es für Sigi Leister 1988 ganz klassisch mit einem Manta. Heute fährt er familientauglich einen Vectra-Kombi.

Eschweiler. Steigbügel und Wanderstock konnten getrost zuhause bleiben. Denn nicht „Der Berg ruft!” lautete die schallende Botschaft, die unzählige Opelfans am 23. August ins Ruhrgebiet pilgern ließ, sondern „Das Werk ruft!”.

Vom Corsa bis zum Calibra war alles vertreten, dort, direkt vor Tor 1 des Bochumer Werkes, in dem mehr als 4000 Mitarbeiter um ihren Job bangen. Mittendrin eine kleine Gruppe Eschweiler Opelaner. Für Sigi Leister, Präsident der Eschweiler Opel-Freunde, und seine Mitstreiter ist es genau die richtige Zeit, um Flagge zu zeigen: Wir sind Opel!

Daher haben sie vor einem guten Jahr ihren Club gegründet, daher starten sie seit dem 1. September 2009 als eingetragener Verein noch einmal richtig durch. Heute sitzen sie bei ihrem Präsidenten im Garten. Die Vereinsversammlung steht an. „Ab jetzt auch wieder regelmäßig”, peilt der Vorsitzende Matthias Leister ein Treffen alle 14 Tage an.

Was macht man denn so in einem Opel-Verein? Zum einen natürlich das Werkeln am eigenen Fahrzeug. „Von der Restauration bis zum Tuning”, umschreibt Sigi Leister die Palette.

Ein Spaß für Jung und Alt sind die Ausflüge. Dann geht´s - mit dem Opel und einem Wohnwagen an der Anhängerkuppel - zu Fantreffen. „In Gillenfeld bei Daun waren wir etwa 3000 Leute”, erinnert sich die 2. Vorsitzende Nancy Leister. Und im Vereinsalltag? Da wird gerne über die Lieblingsmarke gequatscht, Aktionen geplant und die neuesten Verbesserungen am Auto besprochen.

Und wie sehen eingefleischte Fans den geplanten Einstieg von Magna? „Im Prinzip sind wir für Magna.” Trotzdem befürchtet Leister, dass die Astra-Produktion durch den Einstieg des Automobilzulieferers vielleicht schon bald nach Russland abwandert. Das ist auch der Grund, weshalb die Eschweiler Solidarität mit den Beschäftigten zeigen. Deswegen standen sie vor einem Monat Autos vor dem Bochumer Werk. Deswegen weht an der Fahrertür die kleine Flagge im Wind: „Wir sind Opel!”
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