Eschweiler - Zeit der Industrieruinen scheint bald vorbei zu sein

Zeit der Industrieruinen scheint bald vorbei zu sein

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Das Industriegelände am Ortsausgang: Immer wieder wechselten die Eigentümer und Nutzungen. Foto: Rudolf Müller

Eschweiler. Fast 27 Jahres ist es her, dass schwarze Rauchwolken über der Jülicher Straße die Indestadt bundesweit in die Schlagzeilen brachten. Das Mineralölwerk Wenzel & Weidmann ging in Flammen auf - und der größte Brand in der Eschweiler Nachkriegsgeschichte markierte den Beginn einer wechselvollen Zukunft für das Industrieglände am Ortsausgang Eschweilers.

Immer wieder wechselten die Eigentümer und Nutzungen - jetzt endlich scheint das riesige Areal mit seinen teils ruinenhaften Hallen eine neue, dauerhafte Chance zu bekommen.

Die Fuchs Europe Schmiersroffe GmbH, eine hundertprozentige Tochter der Fuchs Petrolub AG, ist seit einiger Zeit wieder Eigentümerin des Geländes, weil der vorherige Eigentümer, dem Fuchs das Gelände verkauft hatte, seinen Verpflichtungen zur angemessenen Sanierung des Areals nicht nachgekommen sei, wie ein Unternehmenssprecher erläutert. Jetzt investiert Fuchs selbst enorme Summen in die Beseitigung von Altlasten und den Abriss von Gebäuden. An die 30.000 Quadratmeter groß ist das Gelände an der Jülicher Straße - größer als vier länderspieltaugliche Fußballfelder und groß genug für rund 70 Einfamilienhäuser.

Konkrete Nutzungsvorstellungen liegen der Stadt nicht vor, Planungsrecht existiert hier allerdings bislang nicht, betont Eschweilers Technischer Beigeordneter Hermann Gödde, der erst am Dienstag ein weiteres „sehr harmonisches Gespräch” mit dem Eigentümer bzw. dem von ihm bestellten Entwickler geführt hat. Zunächst habe Fuchs für Abbruch und Sanierung zu sorgen (der Abbruchantrag ist gestellt), erst dann werde die Stadt aktiv und, vermutlich im Frühsommer, dem Planungs-, Bau- und Umweltausschuss einen Bebauungsplanentwurf vorlegen.

Gerüchten, hier solle unter anderem ein weiterer Verbrauchermarkt, eine Tierfutterhandlung und ein Getränkemarkt entstehen, wies Gödde im Gespräch mit unserer Zeitung zurück: „Ich werde alles daransetzen, dass dort kein Einzelhandel hinkommt - nichts, was dem Standort Innenstadt schaden könnte!” Nicht zuletzt angesichts der Tatsache, dass wenige hundert Meter weiter Richtung Dürwiß die Erweiterung des Edeka-Marktes erst kürzlich planungsrechtlich ebenso ermöglicht wurde wie der Neubau eines weiteren Lebensmittel-Discounters und eines Drogeriemarktes. Unsere Bilder zeigen einen Teil des Fuchs-Areals sowie die Verwaltungs-Villa an der Jülicher Straße.
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