Eschweiler - „Zeichnung, Grafik, Malerei“: Karl-Heinz Jeiter und Antonio Nunes stellen aus

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„Zeichnung, Grafik, Malerei“: Karl-Heinz Jeiter und Antonio Nunes stellen aus

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Der Aachener Künstler Karl-Heinz Jeiter und der Kubaner Antonio Nunes (Bild) stelen demnächst im Eschweiler Talbahnhof aus. Foto: Kunstverein

Eschweiler. „Zeichnung, Grafik, Malerei“ von Karl-Heinz Jeiter & Antonio Nunes gibt es demnächst in der Städtischen Kunstsammlung im Eschweiler Talbahnhof am Raiffeisen-Platz 1-3 zu sehen. Der Eschweiler Kunstverein lädt für Sonntag, 25. Februar, 11 Uhr, zur Vernissage ein.

Einführende Worte spricht Dr. Dirk Tölke. Die Werke sind bis einschließlich Sonntag, 13. März (16 Uhr Finissage), freitags von 16 bis 18 Uhr, samstags und sonntags, jeweils von 11 bis 13 Uhr und sonntags von 16 bis 18 Uhr zu sehen. Während Karl-Heinz Jeiter zurzeit mit seinen Werken in Havanna/Kuba vertreten ist, zeigt Antonio Nuñes seine Werke aktuell im Ludwig Forum, Aachen.

Antonio Nunes, geboren 1971 in Camagüey/Kuba, vertritt eine außergewöhnliche Formensprache, die sich inhaltlich mit Natur- und Architekturmotiven, mit Themen aus Gesellschaft und Alltag befasst. Von 1993 bis 1998 hat er am Instituto Superior de Arte in Havanna/Kuba Malerei und Grafik studiert. Mit mehreren Preisen und Stipendien ausgezeichnet, setzte er seine Studien in der Schweiz, in Kanada und in Deutschland fort.

Seit 1998 ist er international regelmäßig mit Einzelausstellungen vertreten und nimmt an Gruppenausstellungen in vielen Ländern der Welt teil. Der Künstler pflegt eine autonome Stilsprache zwischen Realismus und Abstraktion. Seine Handschrift und Formenwelt sind unabhängig und unverwechselbar.

Mensch und Raum

Neben der ständigen Auseinandersetzung mit dem Thema Mensch und Raum liebt er das Sujet der Architektur. In Gebäuden und Straßenzügen verschiedener Epochen und Länder entdeckt er eigenwillige Strukturen, Farben- und Lichtspiel sowie ganz unterschiedliche Möglichkeiten, sie zu geradezu poetischen Bildern zu inszenieren. Diese bis ins Großformat reichenden Werke sprechen von Zeiten und Geschichte, von Zivilisation, Kultur und Vergänglichkeit. In ihnen setzt er eine Balance zwischen Stille und Bewegung, zwischen Ordnung und Störung, Beunruhigung und Kontemplation.

Seine Kunst setzt sich mit der realen Welt auseinander, abstrahiert aber Gesehenes maßvoll. Sie berührt Magisches ebenso wie Vorgestelltes, sie arbeitet mit Illusion und Präzision. Er entwickelt seine Bilder in starker oder gedämpfter Farbigkeit ebenso wie in schwarz/weiß. Oft überziehen viele flüchtige Farbhiebe die Bildflächen, sie vermitteln damit Dynamik und steigern die Räumlichkeit.

Seine Kunst ist geheimnisvoll und zugleich frisch, sie vermittelt sich sehr direkt. Markante Holzschnitte und in jüngster Zeit hintergründige, in Plexiglasblöcke eingelassene Collagen erweitern das Arbeitsfeld des Künstlers um sehr interessante Nuancen.

Karl-Heinz Jeiter, 1953 geboren in Aachen, begann seine berufliche Laufbahn mit einer Buchdruckerlehre, daran schloss sich ein Studium an der Fachhochschule Aachen, Fachbereich Design, an. 1988 erhielt er den Förderpreis der Stadt Aachen für bildende Kunst und im selben Jahr einen Lehrauftrag an der Fachhochschule Aachen im Fachbereich Design. Seit 1991 leitet er die Gestaltungswerkstatt im Ludwigforum für Internationale Kunst, Aachen.

Mit Ausstellungen und Ausstellungsbeteiligungen ist Karl-Heinz Jeiter in Deutschland ebenso vertreten wie im Europäischen Ausland, im asiatischen Raum und auf Kuba.

Karl-Heinz Jeiter über seine Kunst: „In der modernen Kunst gibt es eine Tradition der Selbstreflexion des gemalten Bildes, dabei ist die flächig aufgetragene Farbe selbst in all ihren Ausdrucksmöglichkeiten Thema des Gemäldes. Hier möchte ich anknüpfen und mache in meinen Arbeiten die Linie selbst in all ihren Ausdrucksmöglichkeiten zum Thema meiner Zeichnungen.“

Farbige Flächen

Mit Graphitstiften in verschiedenen Härtegraden und mit Farbstiften zeichnet er auf glattem, weißem Papier. Linienschraffuren bilden farbige Flächen. Darüber verdichten sich einzelne Linien zu kristallinen oder amorphen Gestalten, die eine Komposition aus Formen und Farbklängen bilden. Im weiteren zeichnerischen Prozess mutieren diese Gestalten zu Linienkörpern, die mit Licht und Schatten Raumillusionen erzeugen. Dieses Gefüge wird immer wieder mit Radiergummi und Schmirgelpapier überarbeitet, so dass Partien des Bildes sich zurückentwickeln.

Neue Linien lassen hiernach weitere Schichten entstehen, unter denen alte hervorblitzen. So entstehen komplexe Gebilde aus sich verdichtenden und einzelnen Linien, die auf den Betrachter zukommen oder von ihm weg, tief in den Zeichenraum eintauchen. Die Linien bilden nichts anderes ab als sich selbst, bilden in ihren eigenen Gesetzmäßigkeiten einen ästhetischen Kosmos, den der Künstler Zeichnung nennt. Karl-Heinz Jeiter lebt und arbeitet in Aachen.

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