Zahlreiche Indestädter beim 5. Eschweiler Waldtag

Von: Sonja Essers
Letzte Aktualisierung:
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Der 5. Eschweiler Waldtag fand am Sonntag in der Indestadt statt. 21 verschiedene Stände regten nicht nur zum Mitmachen, sondern auch zum Nachdenken an. Ein besonderes Highlight war auch in diesem Jahr das Holzrücken der Pferde. Gleich zwei Kaltblüter waren an diesem Tag vor Ort und zeigten, wie viel Kraft in ihnen steckt. Da staunten die kleinen und großen Indestädter nicht schlecht.
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Vom Leben in der Steinzeit, über die Wertästung von Waldbäumen bis hin zu Falken und Bogenschießen: Beim 5. Eschweiler Waldtag, der im Stadtwald veranstaltet wurde, war für jeden Geschmack und jedes Alter das Passende dabei.
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Vom Leben in der Steinzeit, über die Wertästung von Waldbäumen bis hin zu Falken und Bogenschießen: Beim 5. Eschweiler Waldtag, der im Stadtwald veranstaltet wurde, war für jeden Geschmack und jedes Alter das Passende dabei.

Eschweiler. Wussten Sie, dass es immer weniger Spatzen gibt und diese mittlerweile in ihren eigenen Reihenhäusern nisten? Wer am Sonntag einen Abstecher zum Eschweiler Stadtwald machte, der konnte sich über Pflanzen, Tiere und die Natur bestens informieren und kam so schnell nicht wieder nach Hause.

Der Grund: Am Sonntag fand der 5. Eschweiler Waldtag statt und lockte etliche Indestädter an. Dabei gab es nicht nur viele Infos und Etliches zu bestaunen. Die kleinen und großen Besucher konnten auch selbst aktiv werden und dieses Angebot wurde natürlich auch sehr rege genutzt.

21 Stände waren zwischen dem Forsthaus und der Waldgaststätte „Killewittchen“ aufgebaut. Damit der Wald an diesem Tag autofrei blieb, hatte die Stadt Eschweiler einen Shuttle-Bus zur Verfügung gestellt, der die Besucher kostenlos zum Waldtag brachte und halbstündlich zwischen dem Bushof und dem Wald pendelte.

Schießen mit Pfeil und Bogen

Los ging das Programm bereits am Forsthaus. Während die Grünflächenabteilung auf Baumschäden aufmerksam machte, waren das Regionalforstamt und die Schutzgemeinschaft Deutscher Wald mit einem Info-Stand vertreten. Die Waldjugend Würselen war ebenfalls mit einem Stand vor Ort und zeigte, wie Nistkästen gebaut werden. Nur wenige Meter weiter ging es hoch her. Besonders viel Spaß hatten die kleinen und großen Indestädter beim Schießen mit Pfeil und Bogen. Gar nicht so einfach, wie sich nach mehreren Versuchen herausstellte.

Bienen sind nicht für Jedermann

Viele Neugierige lockte auch der Imkerverein Eschweiler an. Ihr Ausstellungsstück war allerdings nichts für Angsthasen. Wer sich traute, der ging ganz nah an den Bienenschaukasten heran und ließ sich erklären, wie die Tiere arbeiten und warum sie für uns Menschen so wichtig sind.

Wer sich vor den summenden Tierchen fürchtete, der konnte nur wenige Meter daneben technische Präzision vom Feinsten erleben. Beim Mobilen Sägewerk blieben immer wieder etliche Besucher stehen, die genau begutachteten, wie die Holzstämme in kleine Teile zerlegt wurden.

Apropos Holzstämme. Die waren am Sonntag vor allem für die beiden Kaltblüter, die gegenüber des Restaurants „Bohler Heide“ standen, von großer Bedeutung. Die Pferde zeigten beim Holzrücken, wie viel Kraft wirklich in ihnen steckt und brachten damit den einen oder anderen Besucher zum Staunen.

Große Münder und offene Augen gab es auch einige Meter weiter zu sehen. Dort wurden einige Bäume geästet und die Besucher staunten nicht schlecht, als sie sahen, wie die Arbeit in mehreren Metern Höhe funktionierte. Wer abenteuerlustig genug war, konnte dies gleich selbst ausprobieren. Die Baumpflege Sequoia bot Klettern für Kinder auch. Doch auch der eine oder andere Vater nutzte die Gelegenheit und durfte sich gemeinsam mit seinem Nachwuchs einmal wie Tarzan fühlen.

Aktiv werden konnten die Indestädter auch beim Steinzeit-Projekt Blumammu. Bei diesem lernten die Besucher nicht nur, wie man Feuer macht, sondern auch, wie man eine leckere Steinzeitsuppe herstellt und die Zutaten dafür mit Feuersteinen schneidet.

Naturfreunde mit von der Partie

Doch nicht nur das Mitmachen und Ausprobieren standen an diesem Tag im Vordergrund. Beim 5. Waldtag konnten sich Klein und Groß darüber hinaus auch ausführlich über die Natur mitsamt ihrer Tiere und Pflanzen informieren. Da durfte ein Stand der Naturfreunde Eschweiler natürlich auch auf gar keinen Fall fehlen. Forstwirt Gabriel Hinzen informierte die vielen Interessierten zudem über den Schutz von Aufforstungen. Besonders interessant: Hinzen präsentierte eine Pflanze, die von einem Bock gefegt wurde und daraufhin abstarb. Da machte der eine oder die andere besonders große Augen.

Reihenhäuser für Spatzen

Isabell Piele von der Stiftung für Rheinische Kulturlandschaft war an diesem Tag ebenfalls schwer gefragt. Sie klärte die Besucher über die zahlreichen Projekte der Stiftung auf. Eines der Neusten: das Spatzenprojekt. „Der Spatz ist seltener geworden, weil er einfach keine Nahrung mehr findet“, erklärte sie und verteilte fleißig Saatgutmischungen an die vielen Tierfreunde. Bestaunt wurde auch das sogenannte Spatzen-Reihenhaus. „Spatzen brüten zu mehreren und dafür bietet sich ein solches Reihenhaus an“, so Piela.

Einen Gemeinschaftsstand hatten an diesem Tag die Kreisjägerschaft, der Hegering Eschweiler, die Falkner sowie die Rollende Waldschule. Letztere erklärte Klein und Groß anhand zahlreicher Ausstellungsstücke, warum das Jagen so wichtig ist.

Den 5. Waldtag hatten Förster Marco Lacks und die anderen Verantwortlichen unter ein besonderes Motto gesetzt. „Warum Waldschutz und wie?“, lautete die Frage, die Heike Siller von der AWA den Besuchern am Sonntag stellte. Vor allem die kleinen Gäste hatten beim Müllsammeln besonders viel Spaß.

Müll sammeln in drei Minuten

In drei Minuten mussten sie versuchen, so viel Müll wie möglich zu sammeln. „So lernen die Kinder auf spielerische Weise wie mühselig das Müllsammeln sein kann“, meinte Stiller.

Natürlich konnten sich die Besucher an diesem Tag auch ordentlich stärken. Im Restaurant „Bohler Heide“ ließ das Spanferkel den Besuchern das Wasser im Munde zusammen laufen. Schräg gegenüber warteten frisch gepresste Säfte der Mobilen Saftpresse darauf, verkostet zu werden. Am anderen Ende der Strecke speisten die Gäste in der Waldgaststätte „Killewittchen“ oder versorgten sich bei Landwirt Hillemacher mit frischem Obst. Wenn an diesem Tag nicht für jeden Geschmack etwas dabei war...

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