Zahlreiche Angebote: Mädchentag im Jugendtreff Check

Von: jlm
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Die Jugendlichen genossen die zahlreichen Aktivitäten und Workshops beim Mädchentag und sorgten für zufriedene Gesichter bei den vielen ehrenamtlichen Helfern sowie den Veranstalterinnen. Fotos/Collage: Julia Meuser

Eschweiler. „Es ist auch mal schön, ein Mädchen sein zu können“, fand auch Sigrid Harzheim, Gleichstellungsbeauftragte der Stadt Eschweiler. Sie veranstaltete am Samstag einen Mädchentag im städtischen Jugendtreff Check In an der Hehlrather Straße.

Mit dabei waren Melli Lumma vom evangelischen Kinder- und Jugendtreff Weisweiler/Dürwiß sowie Nicole Hillemacher-Esser und Mine Kilic von der Mobilen Jugendarbeit des Jugendamts der Stadt Eschweiler. Von 13 bis 18 Uhr waren alle Mädchen ab zwölf Jahren herzlich eingeladen, um abseits von Schule und dem normalen Alltag einfach einmal typische Mädchensachen zu machen.

Der Mädchentag fand nach 2012 in diesem Jahr zum zweiten Mal statt. Nicole Hillemacher-Esser und Sigrid Harzheim erinnern sich zurück, als sie gemeinsam mit den Mädchen des 2010 ins Leben gerufenen Mädchentreffs der Mobilen Jugendarbeit anlässlich eines geplanten Neonazi-Aufmarsches in Eschweiler einen Springerstiefel aus Pappmaché bastelten – als Symbol für Demokratie, Toleranz und Respekt.

Auf Basis dieser wertvollen Kooperation fand damals auch der erste Mädchentag statt. Man bastelte Taschen aus alten Jeanshosen sowie Filzhandytaschen, beschäftigte sich mit dem Thema lecker und gesund kochen, tanzte Zumba und vieles mehr. Und auch drei Jahre später noch ließen viele Mädchen nicht locker und stellten immer noch dieselbe Frage: „Wann macht ihr das noch mal?“

Beliebte Henna-Tattoos

Zur Freude vieler war es am Samstag dann soweit: alte und neue Angebote sowie Workshops waren geplant – natürlich immer entsprechend der Wünsche der Jugendlichen: Nadin Altmeyer und Anna Moroz, Auszubildende der Kosmetikschule Kosmedi, schminkten die Mädchen professionell, Georgia Bacan machte ihnen nach Herzenslust die Nägel und das Hairstyling übernahm Nabide Uygun, gelernte Friseuse und Kosmetikerin.

Filzhandytaschen wurden auch in diesem Jahr mit Eve Silva-Sanchez gebastelt, Dominique Weiergans veranstaltete ein Fotoshooting und Gufran Harchoum zauberte den Mädchen die beliebten Henna-Tattoos auf die Hände. Heiß begehrt waren auch die selbstgemachten Smoothies.

Zusätzlich konnten die Jugendlichen Anhänger aus Speckstein oder auch Perlenohrringe, Ketten, Ringe, Schlüsselanhänger oder Perlentiere selbst kreieren und gestalten, im Workshop zum Thema Theater bei Improvisationsspielen ihr Können testen oder auch Brigitte Hermanns-Silles von der Awo-Beratungsstelle für Sexualität und Schwangerschaft in Eschweiler Fragen zur Pubertät und anderen Themen stellen.

Die sogenannten Freistarter, insgesamt elf Jugendliche ab 16 Jahren, die ein Alkohol-Präventions-Programm leiten, informierten über die Risiken und Gefahren von Alkohol. Ein Alkoholparcours simulierte zusätzlich die eingeschränkte Motorik nach zu viel Alkoholgenuss.

Die Veranstalterinnen waren zufrieden mit dem zweiten Mädchentag und der Kooperation, da sie so mehr Angebote anbieten könnten und auch selber viel mehr Spaß hätten, fügte Nicole Hillemacher-Esser hinzu und erntete Zustimmung. Jedoch hätten sie Glück mit den zahlreichen ehrenamtlichen Kooperationspartnern – „Ohne die könnten wir das nicht machen. Es steht und fällt alles mit den Leuten, die mitmachen“, waren sich alle einig.

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