Zahl der Stolpersteine gegen das Vergessen wächst

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Geschichtspflege auf den Knien: Vor dem Jahrestag der Reichspogromnacht säubern Mitarbeiter der AG die Namenstafeln in den Gehwegen.

Eschweiler. Was machen denn die Männer mit den Reinigungsmitteln da auf dem Boden? - So hat sich wohl mancher Passant in Eschweiler gewundert und mit gesunder Neugierde freundlich nachgefragt. Die Aktiven der Eschweiler Arbeitsgemeinschaft Stolpersteine gegen das Vergessen” gaben bereitwillig Auskunft.

Im Vorfeld des 9. November, des Jahrestages der Reichspogromnacht, wurden die Stolpersteine gereinigt.

In mehr als 500 Orten

Das Gedenkprojekt geht von dem Künstler Gunter Demnig aus. Er erinnert an die Opfer der NS-Zeit, indem er vor ihrem letzten selbstgewählten Wohnort Gedenktafeln aus Messing ins Trottoir einlässt.

Inzwischen liegen Stolpersteine in mehr als 500 Orten Deutschlands und in mehreren Ländern Europas. „Ein Mensch ist erst vergessen, wenn sein Name vergessen ist”, sagt Gunter Demnig. Mit den Steinen vor den Häusern wird die Erinnerung an die Menschen lebendig, die einst hier wohnten.

Die Eschweiler AG Stolpersteine konnte im Oktober 2008 bereits die ersten neun Gedenksteine verlegen lassen. Nach der weit fortgeschrittenen Neugestaltung ganzer Straßenzüge sollen im Jahr 2011 weitere zwölf Gedenksteine ihren Platz in Eschweiler finden.

Steinpaten nötig

Die Finanzierung des Projektes wird ausschließlich durch private Spenden in Form von Patenschaften gesichert. Die Patenschaft für einen Stolperstein kostet einmalig 95 Euro. Spendenquittungen können ausgestellt werden.

An der Mitarbeit Interessierte sind immer herzlich eingeladen. Die Gruppe trifft sich am 16. November Kontakt unter: info@stolpersteine-eschweiler.org.

Nähere Informationen erhalten Interessierte und potentielle Paten auch beim Sprecher der Arbeitsgemeinschaft, Frank Taufenbach, Telefon 0160 99149563.
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