Wunderschöner Jazz - gespielt „in a beautiful city”

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Gilt als eine der weltbesten J
Gilt als eine der weltbesten Jazz-Harfenistinnen: Patrice Fisher, hier beim Konzert im Talbahnhof mit Dr. Klaus Lumma alias Fats von Gerolstein. Foto: Nils Aßmus

Eschweiler. Vor einigen Jahren lernte der Eschweiler Jazz-Musiker Klaus Lumma alias Fats von Gerolstein auf einer Reise nach New Orleans mit Patrice Fischer eine der weltbesten Jazz-Harfenspielerinnen der letzten Jahrzehnte kennen.

Fats war zum wiederholten Male mit dem gemeinnützigen Hilfswerk „St. Augustine & AWK International” nach New Orleans geflogen, um dort mit in Deutschland gesammelten Geldern den kulturellen Neuaufbau der Stadt im Süden der USA zu unterstützen, die im Jahr 2005 durch den Hurrikan Katrina verwüstet wurde.

Am Dienstagabend war es dann soweit, dass Patrice Fisher zusammen mit Fats von Gerolstein unter dem Titel „3 Four 1 - Fats and Friends” im Eschweiler Talbahnhof ein Konzert gab. Im April dieses Jahres waren Fisher, Fats, sowie Edwin Gonzales und Carlos Valladeres zum ersten Mal gemeinsam auf dem berühmten French Quarter Festival in New Orleans aufgetreten.

Das Konzert in Eschweiler begann mit einer Einlage der einzigen Eschweiler Jazz-Brass Band, der ReNew Brass Band der Eschweiler Jazz und Street Academy.

Danach bot der internationale Zusammenschluss der vier Jazzmusiker, die von Greg Schulte an der Gitarre und Detlev Brown am Saxophon unterstützt wurden, einzigartige musikalische Leckerbissen.

Ihr afro-karibischer Jazz ist eine von Patrice Fishers Harfe getragener Jazz-Stil, der die weltbekannten Klänge des New-Orleans Jazz mit karibischen Tönen verbindet.

Aus der Karibik nach New Orleans

Die meist rein instrumental vorgetragenen Songs der Amerikanerin und Fats von Gerolstein nahmen die Zuhörer im Talbahnhof mit auf eine kurzweilige aber gleichsam intensive Reise zu den Wurzeln des Jazz, der seinen tiefen Ursprung in der Musik der afrikanischen Ureinwohner hat, die als Sklaven in der Karibik strandeten und dort mit den Einheimischen Völkern das Volk der Garifuna gründeten. Die Garifuna flüchteten gegen Ende des 18. Jahrhunderts vor den Machtkämpfen der Engländer und Franzosen und kamen so auch nach New Orleans, wo sie später mit ihrer traditionellen Musik den Jazz mitbegründeten.

Mit Edwin Gonzales griff am Dienstagabend ein echter Nachfahre einer Garifuna-Familie aus Guatemala in die Saiten der Bass Gitarre.

Sowohl zur Geschichte der Jazzmusik, als auch zu den Hintergründen der einzelnen Songs, die meist von der Jazz-Harfenistin oder Fats von Gerolstein mit seiner Trompete geschrieben wurden, gab es immer wieder erklärende Worte, die dem Zuhörer einen Einblick in das Innenleben des Jazz gaben.

Während Carlos Valladeres am Cajon und Edwin Gonzales für den richtigen Rhythmus sorgten, gab es in den Stücken auch immer wieder Zeit und Gelegenheit für ein virtuoses Harfen-, Trompeten- oder Saxophonsolo, dass die Zuschauer auch während der Stücke zum Applaudieren brachte.

Nach einer kurzen Pause gesellte sich auch Fred Lumma mit seiner Djembe zu Fats und seinen Freunden und ergänzte die Rhythmusabteilung.

Die Songs von Fats & Friends erzählten ganz ohne den Gebrauch von Worten und Gesang intensive Geschichten. Auch wenn Fats von Gerolstein für die Zuschauer die Erklärungen seiner amerikanischen Freunde glänzend übersetzte, verstanden alle Zuschauer den Satz „This is a beautiful City”, mit dem sich Carlos Valladeres für die Möglichkeit bedankte, in Eschweiler spielen zu dürfen, ganz ohne Übersetzung.
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