Wunderkiste bereits zweimal abgebrannt: Klappt‘s im dritten Anlauf?

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Dritter Versuch: Die „Wunderkiste“ wurde erneut vor dem Talbahnhof aufgebaut. Foto: Tobias Röber

Eschweiler. In der Silvesternacht 2012 waren es Feuerwerkskörper und auch im Oktober 2014 war sie in Flammen aufgegangen. Beide Male lag der Verdacht auf Brandstiftung sehr nahe. Dabei hatte sich die „Wunderkiste“ am Talbahnhof zu einem Anziehungs- und Treffpunkt für die Nachbarschaft entwickelt. Jetzt ist sie zum dritten Mal aufgebaut worden.

Manfred Hennigs, Werkstattleiter der Dürener Gesellschaft für Arbeitsförderung, baute im Auftrag der AWA Entsorgung GmbH auch die dritte Auflage und kann ein wenig Frust nicht verbergen: „Ob diejenigen, die die Hütten angesteckt haben, überhaupt wissen, wie viel Zeit, Arbeit und Material in dem Bau stecken?“

„Trotz alledem“, so Ulrich Koch, Geschäftsführer der AWA: „Wir wollen diese gute Idee zur Weiterwendung von Alltagsgegenständen und zur Vermeidung von Abfällen nicht durch mutwillige Zerstörungswut sterben lassen.“

Eine Konsequenz aus den vergangenen schlechten Erfahrungen: die neue „Wunderkiste“ kann nur noch tagsüber besucht werden, denn sie wird nachts abgeschlossen. Eine engagierte Bürgerin hat sich bereiterklärt, den Schlüsseldienst morgens und abends ehrenamtlich zu übernehmen. Die „Wunderkiste“ richtet sich gegen die Wegwerf-Mentalität. In der wetterfesten Hütte, ausgestattet mit Regalen und Kleiderstange können Passanten Dinge ablegen, die sie verschenken möchten.

Alle Sachen, die sauber und nutzbar sind, zum Beispiel Bücher, Küchenhelfer, Geschirr, Vasen, CDs, Kleidung, Schuhe, Plüschtiere und anderes Spielzeug, können von Menschen aus der Nachbarschaft gebracht werden, die sie nicht mehr brauchen. Die abgelegten Gegenstände darf jeder im Vorbeigehen ohne eine Gegenleistung mitnehmen.

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