„Woodstöckchen”: Wenn Stille harten Bässen weicht

Von: Heike Eisenmenger
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Freuen sich auf die bereits 17. Auflage des Festivals am 15. August in Gressenich: Michael Wolff (l.) und sein Sohn Julian. Foto: H. Eisenmenger

Stolberg-Gressenich. Der blaue Himmel ist übersät mit „Zuckerwatte-Wolken, es duftet nach Wald und Wiesen. Die Stille wird nur vom Wiehern des schwarzen Pferdes und dem Meckern der Ziegen, die auf einer Wiese weiden, unterbrochen.

Am Samstag, 15. August, wird der Geräuschpegel hingegen ausschlagen, werden laute Gitarrenbässe und Schlagzeugsoli über die Wolff-Farm hallen. Einmal im Jahr verwandelt sich das mehrere tausend Quadratmeter große Gelände in eine Open-Air-Rock-Arena: „Woodstöckchen” ist der Titel des beliebten Festivals, das Michael Wolff und Wolfgang Schonk organisieren.

Mit dem Festival am Samstag nächster Woche geht die Veranstaltungsreihe in die 17. Runde. Der Name leitet sich vom legendären Woodstock-Festival im US-Bundesstaat New York im Jahre 1969 ab.

Im Hinblick auf das 40. Woodstock-Jubiläum in diesem Jahr werden mit einem Beamer Bilder aus jener Zeit auf die Bühne projiziert, erzählt Michael Wolff. Auch „Woodstöckchen” kommt in die Jahre - das merkt man allein schon daran, dass beim Pressegespräch Julian Wolff mit dabei ist. Der 18-Jährige ist das Bindeglied zur jungen Zuschauergeneration und hilft bei der Organisation mit.

Junge Bands am 5. September

Beim „Woodstöckchen-Festival” ist Julian bereits zweimal aufgetreten. Damals jedoch mit seiner alten Band. Mit „Suiciety”, so der Name seiner neuen Gruppe, wird der Wolff-Spross am 5. September sein Debüt feiern: „Rock the farm” ist der Titel des Live-Konzertes auf der Wolff-Farm, das eine Plattform für Nachwuchsbands werden soll.

„Das Festival ist eine Plattform speziell für junge Bands, während Woodstöckchen eher etwas für die auftritterfahrenen Musikgruppen ist, die zum Teil auch schon CDs produziert haben”, erklärt Wolff junior, der Berufsmusiker werden will.

Verpflichtet worden sind für das „klassische” Woodstöckchen-Festival folgende Bands: „Development Disorder”, „Kids in the Riot”, „Floating Dog”, „Dizzcover” und „Coconut Butts”. Die Formation „Development Disorder” aus Geilenkirchen ist geprägt von verschieden musikalischen Einflüssen. „Es ist ein Balanceakt zwischen ruhigen Elementen und härteren Einwürfen”, beschreiben die vier Bandmitglieder, die beim Newcomercontest 2008 in Langenfeld gewannen, ihre Musik.

Die Musik von „Kids in the Riot” aus Aachen ist eine Mischung aus Indie, Electronic und Alternative. Es ist eine noch junge Band, die früher „Corrupt n´ Toxic” hieß und sich erst in diesem Jahr in „Kids in the Riot” umbenannt hat.

„Floating Dog” hat sich blueslastiger Musik aus Amerika und England verschrieben. Ihre Vorbilder sind Jimi Hendrix, Rory Gallagher oder auch King Crimson. Angelehnt an diese Musikrichtung haben sie dennoch einen eigenen, energiegeladenen Stil entwickelt.

Die Band „Dizzcover” ist für ihre verrückte Bühnenshow samt Rock- und Partymusik bekannt. Dank der Spontanität ihres Frontmanns Markus Schillberg und des Elans von Sarah Bee hat der Auftritt der Gruppe erfahrungsgemäß viel Witz.

„Coconut Butts” lässt die Bässe vibrieren: Ska-Musik ist genau ihr Ding. Der Sound von „Coconut Butts” ist geprägt von den Einflüssen des aus Reggae, Ska&Punk und Haus Partys. Kombiniert mit sarkastischen Texten, stimmt das Gesamtpaket.

Die Bands spielen unter freiem Himmel, sind allerdings durch eine überdachte Bühne vor Regen geschützt. Beginn des Festivals im Gressenicher Wald ist um 16.44 Uhr. Es ist ratsam, eine Decke mitzubringen, denn das Rumlümmeln im Gras samt Picknick-Korb gehört zum Woodstöckchen-Flair dazu wie die Musik auf der Bühne und der Wald als Kulisse.

Ab sofort gibt´s Karten im Vorverkauf

Infos zum Woodstöckchen-Festival am Samstag, 15. August, auf der Wolff-Farm in Gressenich stehen im Netz unter (www.woschi0.homepage.t-online.de). Ein Euro je verkaufter Karte geht an die Ferienspiele der Stadt Stolberg.

Im Kartenvorverkauf kostet der Eintritt für Jugendliche sechs Euro, an der Abendkasse acht Euro. Erwachsene zahlen acht Euro bzw. zehn Euro. Kartenvorverkaufsstelle ist die Wolff-Farm am Farmweg im Gressenicher Wald. Infos unter 02409/426.
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