Wohnen im Alter: Hausgemeinschaft, Senioren-WG oder eine andere Wohnform?

Von: af
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Eschweiler. „In der zweiten Phase des Lebens möchte man Sorgen abgeben. Deswegen gilt es, sich rechtzeitig zu informieren und vorzusorgen“, eröffnete Lothar Müller, Leiter der Sparkasse Eschweiler, die Veranstaltung „Sorglos wohnen im Alter“.

Die S-Immo, die Sparkassen Immobilien Gesellschaft, hatte in Kooperation mit der Sparkassengeschäftsstelle in Eschweiler zu diesem Themenabend eingeladen.

Die Gäste sollten sich unter anderem mit der Frage des Wohnens im vorangeschritten Alter und den verschiedenen Wohnformen beschäftigen. So referierte Markus Engels, Fachanwalt für Sozialrecht, über Vorsorgevollmacht, Betreuungsverfügung und Patientenverfügung. Dinge, die laut Engels nötig sind, um im Notfall entscheidungsfähig bleiben zu können und um die man sich nicht erst im Rentenalter kümmern sollte. Schließlich könne man jederzeit durch beispielsweise einen Unfall oder Krankheit außer Gefecht gesetzt werden.

Ist dann kein Vertrauter benannt, der Entscheidungen treffen darf, wenn man selber nicht mehr kann, wird vom Gericht ein fremder, gesetzlicher Vormund eingesetzt. Engels appellierte an die rund 70 Gäste, sich deswegen frühzeitig um solche Dinge zu kümmern und diese Dokumente am besten noch notariell beglaubigen zu lassen, damit diese im Falle eines Falles wirklich glaubwürdig seien. „Formulieren Sie Ihre Wünsch ganz genau“, riet Engels.

Paul Schäfermeyer, Experte für Seniorenberatung, referierte über die verschiedenen Wohnformen im Alter und deren Vor- und Nachteile. Eschweiler habe ein großes Angebot an stationären Pflegeplätzen und sei damit Vorzeigeregion.

Trotzdem möchten die meisten Menschen in den eigenen vier Wänden bleiben und alt werden. Allerdings ist es dann, laut Schäfermeyer, enorm wichtig zu evaluieren, ob dies sinnvoll ist. Zu überprüfen sei nicht nur die Tauglichkeit zum Umbau zur Barrierefreiheit, sondern auch die Infrastruktur und die sozialen Strukturen in der Nähe. Seien diese Dinge nicht gegeben, sei es besser, sich nach alternativen Wohnformen umzuschauen, etwa Hausgemeinschaften, Seniorenwohngemeinschaften oder generationsübergreifendes Wohnen.

Der Seniorenbeauftragte der Stadt Eschweiler, Peter Toporowski, stellte die Seniorenarbeit der Stadt vor. Er verwies hierbei auf das Seniorenzentrum an der Marienstraße, das in Zukunft nicht nur eine Anlaufstelle für ältere Leute sein soll, sondern auch mit dem neu geplanten Projekt „Quartier Eschweiler 50+“ Jung und Alt zusammenbringen soll.

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