Eschweiler - „Woche der Wiederbelebung“: Nicht nachdenken, sondern schnell helfen

„Woche der Wiederbelebung“: Nicht nachdenken, sondern schnell helfen

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Die Herzmassage sollte jeder beherrschen: Mitarbeiter der Feuerwehr üben an einer Puppe die Reanimation eines Patienten. Foto: Stock

Eschweiler. Die „Woche der Wiederbelebung“ findet vom 22. bis 26. September statt. Sie ist zugleich der Start für die Kampagne „Ein Leben retten. 100 Pro Reanimation“. Ihr Ziel ist es, das Bewusstsein der Menschen zu schärfen und zum Handeln zu motivieren.

In Eschweiler beteiligt sich die Klinik für Anästhesie und Operative Intensivmedizin daran und organisiert zahlreiche Angebote. Möglichst viele Bürger sollen so geschult werden. Reanimation ist einfach. Jeder kann es tun. Jeder kann ein Leben retten.

Mit einer Erhöhung der Wiederbelebungsrate durch Laienhelfer direkt vor Ort des Geschehens könnten in Deutschland jährlich etwa 5000 Menschenleben gerettet werden. Geplante Aktionen der Klinik zur Woche der Wiederbelebung 2014:

Am Montag, 22. September, 9.30 bis 14 Uhr informiert ein Team der Klinik für Anästhesie in der Eschweiler Fußgängerzone (Grabenstraße/Ecke Hospitalgasse) über Reanimationsmaßnahmen und gibt kostenfreie „Hands-on“-Schulungen. Ebenso wird das Projekt „Leben retten – kinderleicht!“ vorgestellt. Auf Initiative der Notärztin Dr. Theresa Kaminski des St.-Antonius-Hospitals wird dieses Projekt auch an verschiedenen Grundschulen in Eschweiler und Umgebung angeboten.

Zahlreiche Schulungen stehen zudem auf dem Programm: Erste-Hilfe-Schulung in der Stadtverwaltung Eschweiler, eine interne Schulung der Auszubildenden der Stadt Eschweiler am Montag, 22. September, ab 15 Uhr, eine Erste-Hilfe-Schulung im St.-Antonius-Hospital für jedermann am Mittwoch, 24. September, 10 bis 14 Uhr im Hospitalfoyer.

Dort wird im Rahmen einer Ausstellung auch das Projekt „Leben Retten – ist kinderleicht!“ präsentiert. Sie ist von Montag, 22. September, bis Freitag, 26. September, im Hospitalfoyer zu sehen.

Mit dem Reanimationstraining für Jung und Alt setzt das Eschweiler St.-Antonius-Hospital ein Zeichen: Reanimation ist einfach. Jeder kann ein Leben retten! „Ein plötzlicher Herzstillstand kann jeden treffen – deshalb sollte auch jeder in der Lage sein, im Notfall einfache und lebensrettende Sofortmaßnahmen zu ergreifen“, erklärt Privat-Dozent Dr. Michael Dück, Chefarzt der Klinik für Anästhesie des St.-Antonius-Hospitals.

Lebensrettende Erste-Hilfe-Maßnahmen sollten deshalb nicht erst ins Bewusstsein rücken oder zum Thema werden, wenn die Notsituation da ist. Meistens liegt der letzte Erste-Hilfe-Kurs in der Regel schon länger zurück. Deshalb ist es wichtig, das Reanimationswissen aufzufrischen, um für den Notfall gewappnet zu sein.

„Leben Retten – kinderleicht!“ – auf Initiative von Dr. Kaminski setzt hier das Projekt der Klinik für Anästhesie und Operative Intensivmedizin des St.-Antonius-Hospitals Eschweiler unter der Schirmherrschaft des Eschweiler Bürgermeisters Rudi Bertram an. Seit 2012 informiert jeweils ein Notarztteam des Hospitals Grundschüler über lebensrettende Sofortmaßnahmen.

Als Vergleich zu vielen Erwachsenen haben die meisten Kinder keine Vorbehalte bei einem Notfall. Denn sobald sie gelernt haben, dass in einer derartigen Notsituation schon Zögern gefährlich und Nichtstun sogar tödlich sein kann für die Betroffenen, erkennen die Kinder, wie lebenswichtig dieser Lernstoff sein kann. Zum Ende des zweitägigen Kurses erhält jedes Kind eine Urkunde.

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