„Woche der Wiederbelebung“: Jeder Mensch kann ein Leben retten

Von: irmi
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„Leben retten – ist kinderleicht!“ Am Dienstag war in der Fußgängerzone Reanimationstraining angesagt. Foto: I. Röhseler

Eschweiler. Wenn eine Person bewusstlos zusammenbricht, sind drei Dinge wichtig: Man sollte zunächst prüfen, ob die Person ansprechbar ist. Wenn nicht, dann schauen, ob sie atmet. Wenn sich der Brustkorb nicht hebt und senkt, dann ist der Patient pulslos. Dann sollte man sofort einen Notruf unter 112 absetzen und die Situation und die Örtlichkeit schildern.

Das und mehr lernten am Dienstag etliche Bürger im Rahmen der „Woche der Wiederbelebung“, die auch von Eschweiler Medizinern und weiteren Rettern initiiert wird.

Aber zurück zum Notfall. Beim pulslosen Patienten sollte man nach dem Notruf dann sofort mit der Herzdruckmassage beginnen. Dazu legt man im besten Falle den Brustkorb frei. Dann legt man den Ballen einer Hand auf die Mitte der Brust, den Ballen der anderen Hand darüber.

„Mit möglichst viel Kraft sollte man 100 Mal in der Minute circa fünf bis sechs Zentimeter nach unten drücken“, rät Notärztin Judith Haake, die am Dienstag mit einem Team aus Notärzten, Intensivpflegern und Feuerwehrleuten in der Fußgängerzone Grabenstraße den Ernstfall mit Interessierten übte. Von 10 bis 14 Uhr zeigten die Notärzte Thorsten Mülly und Judith Haake, die Intensivkrankenschwester Melanie Thrun, sowie Christian Haake und Wehrchef Axel Johnen von der Feuerwehr, was im Ernstfall zu tun ist.

Viele Menschen nahmen das kostenfreie Angebot des Eschweiler Krankenhauses an und frischten ihr Reanimationswissen auf, um für den Notfall gewappnet zu sein. Seit Montag und bis einschließlich Sonntag, 25. September, findet unter der Schirmherrschaft des Bundesministeriums für Gesundheit die „Woche der Wiederbelebung“ statt.

Ärzte und Fachkräfte initiieren unter dem Motto „Ein Leben retten. 100 Pro Reanimation“ zahlreich eigene Aktionen in Kliniken, öffentlichen Gebäuden und auf Plätzen, um so zum Erfolg der „Woche der Wiederbelebung“ beizutragen und noch mehr Menschen zu ermutigen, im Ernstfall Leben zu retten.

Mit einer Erhöhung der Wiederbelebungsrate durch Laienhelfer direkt vor Ort des Geschehens könnten in Deutschland jährlich circa 5000 Menschenleben gerettet werden. Mit der Kampagne „Ein Leben retten. 100 Pro Reanimation“ sollen möglichst viele Menschen erreicht werden. Am Dienstag informierte ein Team der Klinik für Anästhesie in der Fußgängerzone (Grabenstraße/Ecke Hospitalgasse) über Reanimationsmaßnahmen und gab kostenfreie „Hands-on“-Schulungen.

Am heutigen Mittwoch, 10 bis 14 Uhr, findet ein Reanimationstraining im St.-Antonius-Hospital an der Dechant-Deckers-Straße (offene Veranstaltung im Foyer des Hospitals statt. Zudem gibt es eine Präsentation des Projektes „Leben retten – ist kinderleicht!“ im Rahmen einer Ausstellung, die noch bis einschließlich Donnerstag, 22. September, im Foyer zu sehen ist.

Mit dem Reanimationstraining für Jung und Alt setzt das Eschweiler St.-Antonius-Hospital ein Zeichen: Reanimation ist einfach. Jeder kann ein Leben retten!

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