Wo Lava fließt und Gummibärchen tauchen

Von: mic
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Forschen macht hungrig. Wie gut, dass es beim Naturwissenschaftstag leckeren Kuchen und Apfelschorle gab. Foto: Michael Cremer

Eschweiler. In der Kindertagesstätte (Kita) „Zauberhut” an der Franz-Rüth-Straße sind am Samstag seltsame Dinge geschehen. Da gingen Gummibärchen auf Tauchstation, Zitronen schlugen Funken, und schließlich brach sogar ein Vulkan aus. Aber keine Angst, hier waren Experten am Werk!

Alle Kindertagesstätten der Arbeiterwohlfahrt Aachen-Land hatten zum Naturwissenschaftstag ihre Pforten geöffnet, in Eschweiler beteiligten sich „Wunderland” in Ost, „Regenbogen” und „Der kleine Prinz” in Dürwiß und eben der „Zauberhut”.

Einmal in der Woche kommen die Kinder des „Zauberhuts” im „Entdeckerklub” zusammen, wo sie sich unter Anleitung der Erzieherin Corinna Meyer spielerisch mit Natur und Wissenschaft beschäftigen. „Die Informationen zu den Experimenten holen wir uns aus Fachliteratur oder auf Fortbildungen”, sagt Kita-Leiterin Michaela Breuer.

Am Samstagnachmittag zeigten Kinder des „Zauberhuts” den kleinen und großen Gästen an mehreren Entdeckertischen teils erstaunliche Experimente. So inszenierte Nico, fachgerecht mit (überlangem) weißen Kittel und (etwas groß geratener) Schutzbrille ausgestattet, einen Vulkanausbruch: Zunächst füllte er etwas Natron in das Innere des aus Sand geformten Kegels. Anschließend goss er Essig - dank Lebensmittelfarbe leuchtend rot - hinterher und schwupp! quoll die „Lava” aus dem Krater und ergoss sich über den Feuerberg. Alle waren beindruckt.

Emily demonstrierte, wie man mit einem Stück Zitronenschale und einer Flamme „Obst-Funken” macht: Dazu hält man die Schale vor eine Kerzenflamme und presst sie ruckartig zusammen. Die enthaltenen ätherischen Öle verbrennen und erzeugen dabei winzige Funken.

Wie wichtig das spielerische Lernen für die Entwicklung des kindlichen Gehirns ist, hatte zuvor die Diplom-Biologin Tanja Vogts den Eltern erläutert. Kinder haben einen natürlichen Forscherdrang, den es zu fördern gilt.

Der zeigte sich auch bei den weiteren Experimenten. So schipperte ein Gummibärchen in einer Schüssel übers Wasser; als Boot diente ihm der Becher eines Teelichts. Stülpt man ein Glas gerade darüber und drückt es bis an den Boden, taucht der U-Boot-Kapitän ab, bleibt aber trocken. Zum Schluss gab es einen Riesenapplaus für alle Kinder aus dem „Zauberhut”. Denn nicht nur Erzieherin Corinna Meyer fand: „Das habt ihr alle ganz toll gemacht.”
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