WM-Finale: Bei Argentinier Silvano Senkler schlagen zwei Herzen

Von: Sonja Essers
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In ihren Herzen ist Platz für Deutschland und Argentinien. Silvano und Yamila Senkler mit den Kindern Valentina und Bastian. Foto: Sonja Essers
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Fußball ist die beliebteste Sportart der Welt. Und nicht nur zum WM-Finale ist ganz Eschweiler fußballaballa. Foto: Essers/Daun

Eschweiler. „Wir können das Interview gerne am Montag führen, wenn wir gewonnen haben“, sagt Silvano Senkler am Telefon lachend. Dass der 40-Jährige aus Argentinien stammt, wird bereits vor dem Haus, in dem er wohnt, klar. An seinem Auto hat er zwei Fahnen in blau und weiß befestigt. Am Fenster der Wohnung hängt eine große argentinische Flagge.

Trotzdem ist für ihn der Ausgang des WM-Finales noch keineswegs klar. Er sei gespalten, sagt der Familienvater, der seit 23 Jahren in der Indestadt lebt. Schließlich gönne er den Sieg beiden Mannschaften von Herzen. „Ich bin vielleicht zu 51 Prozent für Argentinien und zu 49 Prozent für Deutschland“, sagt er und fügt hinzu: „Aber es würde blöde aussehen, wenn Argentinien gewinnt und ich alleine im Autokorso fahre.“ Deshalb ist er der Meinung: „Ein besseres Finale konnte uns nicht passieren. Egal wer gewinnt, ich gewinne auf jeden Fall.“

Aufmerksam hat Senkler die einzelnen Spiele verfolgt. Dass sein Heimatland bis ins Finale kommen würde, daran hätte der 40-Jährige zu Beginn der Fußball-Weltmeisterschaft nicht gedacht. „Am Anfang war das gar nicht klar. So gut haben wir ja auch nicht gespielt.“ Seiner Meinung nach werde von seinen Landsleuten vor allem Messi überbewertet. „Der hat in der Nationalmannschaft doch noch nie etwas gerissen“, meint Senkler. Vergleiche mit Maradonna, dem argentinischen Fußballprofi schlechthin, hält der Familienvater für übertrieben. „Das ist Quatsch“, meint Senkler. Maradonna sei zwar ein toller Spieler gewesen, jedoch habe man die WM 1986 nicht wegen ihm allein, sondern wegen der ganzen Mannschaft gewonnen.

Das Finale schauen Silvano Senkler, seine Frau Yamila und seine beiden Kinder Valentina (4 Jahre) und Bastian (1 Jahr) in den eigenen vier Wänden oder bei Freunden. Auf den genauen Augang des Spiels möchte sich der Indestädter nicht festlegen. „Ich hoffe nur, dass es kein Elfmeterschießen gibt. Das ist wie Lotterie und ich finde das zeigt nicht wirklich, welche Leistung die beiden Mannschaften abgeliefert haben.“

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