Wirtz sorgt sich um Weiterbau der L238n

Von: Jürgen Lange
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Gerade fertiggestellt: die Brücke über die künftige L 238n auf dem Hohen Stein. Der Straßenbau selbst lässt auf sich warten. CDU-Landtagsabgeordneter Axel Wirtz bezweifelt jetzt, dass der Fortbau der Umgehungsstraße von der rot-grünen Landesregierung überhaupt gewollt ist. Foto: Rudolf Müller

Eschweiler/Stolberg. Im Weiterbau der L238n von Eschweiler nach Stolberg sieht Axel Wirtz eine entscheidende Bedeutung für die Entlastung des nördlichen Stolberger Stadtgebietes, aber auch für die Eschweiler Ortslage Pumpe.

Der mit einem Brückenbauwerk eröffnete zweite Bauabschnitt soll in diesem Jahr fortgesetzt werden, erklärte Verkehrsminister Harry Voigtsberger auf eine Kleine Anfrage des CDU-Abgeordneten im Landtag.

Für den dritten Bauabschnitt zwischen Phönixstraße und Steinfurt entlang von Bahntrasse und Inde soll laut Voigtsberger in diesem Jahr nach Abschluss des Linienbestimmungsverfahrens mit der Detailplanung fortgefahren werden.

Allerdings liegt der Haken im Detail: „An nicht ausreichenden Finanzen scheitern die Fortschritte”, sagt Wirtz. Mit Kosten von 5,4 Millionen Euro ist der zweite Bauabschnitt kalkuliert. 1,7 Millionen Euro davon sind geflossen, aber lediglich 0,7 Millionen Euro stehen für Baufortschritte im laufenden Jahr bereit.

„Das ist wohl eher eine symbolische Summe”, kritisiert Wirtz; denn in der Realität werde der Landesbetrieb mit dieser Summe keinen Meter Straße bauen können. „Unter einer Million tut sich da gar nichts”, macht Wirtz klar. Knapp drei Millionen Euro müssten laut Kalkulation für die Fertigstellung des zweiten Abschnitts bereitgestellt werden.

Mit rund acht Millionen Euro wird derzeit der dritte Bauabschnitt kalkuliert. „Doch wo soll das Geld dafür herkommen?” fragt Wirtz mit einem Blick auf das Straßenbaubudget der rot-grünen Landesregierung. Mit 55 Millionen Euro seien dort noch für dieses Jahr „bereits deutlich weniger Mittel als bisher” vorgesehen, lediglich 35 Millionen Euro sollen für das kommende Jahr ausgewiesen werden.

„Da kann sich jeder ausrechnen, was das für das Projekt zwischen Stolberg und Eschweiler bedeuten wird”, sorgt sich der Christdemokrat über den politischen Willen in Düsseldorf, „diesen wichtigen Anschluss der südlichen Region an die A4 in Eschweiler auch zu Ende zu bringen”. Über den Weiterbau wolle die Landesregierung im Rahmen ihrer Haushaltsberatungen entscheiden, so die Antwort auf die Kleine Anfrage des MdL.

Der für die Planung und Ausführung zuständige Landesbetrieb Eifel-Ville sei dagegen „sehr bemüht”, die Maßnahme voranzutreiben, würdigt der Landtagsabgeordnete. Dort sei man - so der Eindruck von Wirtz - eher enttäuscht über die nicht ausreichenden Finanzen zur Fortführung des zweiten Bauabschnitts, für den der Brückenbau ja bereits beendet ist.

Für den dritten Bauabschnitt sei der Landesbetrieb dabei, den straßentechnischen Vorentwurf abzuschließen. Er sei Grundlage für das noch durchzuführende Planfeststellungsverfahren. Außerdem seien noch Grundstücksfragen zu klären.

„Es ist für die weitere Entwicklung der beiden Städte wichtig, dass die L238n nicht gestoppt wird”, will Wirtz die Landesregierung in die Pflicht nehmen. Vor dem Hintergrund der bis zur Vollendung fehlenden mehr als elf Millionen Euro hält es der Abgeordnete aber auch für geboten, sich alternative Gedanken zu machen.

„Die Bürgermeister von Stolberg und Eschweiler müssen sich ernsthafte Gedanken darüber machen, gemeinsam einen Anschluss von Camp Astrid an die Autobahn zu forcieren”, fordert Wirtz die Indestadt auf, sich in dieser Frage zu bewegen. Immerhin werde deren größte Sorge einer zusätzlichen Belastung durch das aktuell vorgelegte Verkehrsgutachten entkräftet.

„Der Autobahnanschluss entlastet Röhe”, unterstreicht Wirtz. Außerdem müsse die Kupferstadt mit einem Anschluss an die A44 bei Eilendorf endlich eine eigene Verbindung zum Fernstraßennetz erhalten. „Das hat aus Gründen von Wirtschaftsförderung und Verkehrsentwicklung entscheidende Bedeutung”, so Wirtz.
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