Windenergie: Machen Einflugschneisen einen Strich durch die Rechnung?

Von: Rudolf Müller
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Windenergieanlagen haben Konju
Windenergieanlagen haben Konjunktur. Im Grenzgebiet Eschweiler/Aldenhoven ist entgegen bisheerigen Planungen vermutlich allerdings höchstens ein halbes Dutzend Masten zulässig. Foto: imago/Jochen Tack

Eschweiler. „Mit Energie in die Zukunft”, lautet das Motto der Indestadt, die ihr bisheriges Motto, „Immer in Bewegung” genau dadurch unterstrich, dass sie es änderte. In Bewegung ist auch die Energie-Landschaft in und um Eschweiler.

Nach Jahrzehnten des Braunkohletagebaus, dessen Ende allerdings noch lange nicht gekommen ist, setzt Eschweiler inzwischen verstärkt auf erneuerbare Energien, pflanzt, wo es nur geht, Solarkollektoren auf städtische Dächer und plant das Technologiecamp CO2 Zero auf dem weitgehend von der Natur zurückeroberten einstigen belgischen Militärcamp Reine Astrid im Propsteier Wald.

Und auch die Windkraft bekommt in Eschweiler ihre Nische: Bereits mit Aufstellungsbeschluss vom 24. März 2010 zur 2. Änderung des Flächennutzungsplans hatte die Stadt ein Planverfahren zur Schaffung eines Vorranggebiets für Windenergieanlagen nordwestlich des Blausteinsees beschlossen. Ende Juni dieses Jahres, nach Beteiligung der zuständigen Behörden wurde der Beschluss gefasst, die Planung fortzuführen - allerdings mit einer im südlichen Teil deutlich reduzierten Fläche für insgesamt vier Windenergieanlagen.

„Knackpunkt” dabei: Die benachbarte Gemeinde Aldenhoven plant ganz in der Nähe ebenfalls eine „Windkraftkonzentrationszone”, etwa 1300 m nordwestlich des Blausteinsees. Hier sollen fünf Windkraftanlagen mit jeweils einer Gesamthöhe von fast 200 Metern und einem Rotordurchmesser von 109 Metern entstehen.

Dass alle neun Anlagen gebaut werden, hält Eschweilers Technischer Beigeordneter Hermann Gödde aufgrund bestehender Einschränkungen durch Immissionsschutz und Militärradar für unwahrscheinlich. Die Standorte liegen in e einem Bereich, in dem die Einflugschneisen der Militärbasen Teveren und Nörvenich sich schneiden. Vermutlich werde, verteilt auf beide Standorte, nur etwa die Hälfte der geplanten Anlagen, deren Größe auf Eschweiler Gebiet damit ebenfalls noch offen sei, zugelassen. Fest stehe dagegen, dass die Stromableitung über Erdkabel und nicht etwa mittels Freileitungen erfolge.
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