Wie Neulinge wirken die Rocker nicht

Von: lbe
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Rockten den Talbahnhof: Die Newcomer aus Eschweiler „Carthago Archetype” traten erst zum dritten Mal vor Publikum auf. Foto: Laura Beemelmanns

Eschweiler. Ganz schön harte und vor allem laute Töne schlugen am Freitagabend „Betray your Idols” im Kulturzentrum Talbahnhof an. Die fünfköpfige Band aus Bad Neuenahr spielte mit aller Kraft und Elan Titel wie „Feel what I regret” oder „Addicted” und heizte gleich zu Beginn des Konzertabends dem Publikum erfolgreich ein.

Anlass des Abends war der Auftritt der erst Anfang dieses Jahres gegründeten Newcomer „Carthago Archetype”, die sich mit „Betray your Idols” und „Last Train Home” Verstärkung ins Haus holten.

Erste Schweißperlen

Während die Haare schon wild umher flogen und dem Headbanging nicht entfliehen konnten, füllte sich der Raum allmählich und die Jungs wischten die ersten Schweißperlen mit ihren „Schnuffeltüchern” von der Stirn. Nach ausreichendem Dank an die Verantwortlichen der Belichtung, der nach eigenen Aussagen nur noch eine Duftkerze fehlte, rockten „Betray your Idols” bei „romantisch/gemütlicher” Atmosphäre den Talbahnhof.

Um das Publikum zu animieren, sprang Sänger und Frontmann Erik sogar von der Bühne und performte kurzerhand für einen kleinen Moment mitten im Publikum. Neben viel Eigenwerbung für ihre CD überzeugten die Jungs jedoch auch mit ihrem guten, eingängigen Sound beziehungsweise Songtexten und verabschiedeten sich nach knapp einer Stunde rockigem Entertainment.

Die goldene Mitte der Auftritte sicherten sich nach einer kurzen Pause die vier Jungs von „Carthago Archetype.” Es sei erst ihr dritter Gig, so Sänger Fabian. Die Newcomer, die zu 75 Prozent aus Eschweiler stammen, gründeten sich Anfang 2009 und haben sich nun einiges vorgenommen. Den vier Musikern im Alter zwischen 23 und 25 Jahren merkte sicherlich niemand an, der es nicht schon wusste, dass sie sich erst kürzlich als Band zusammen taten.

Mit ihren Songs „Silhouette”, „Left for you” und „Icicles” überzeugten sie allem Anschein nach sogar schon gestandene Eschweiler Bands wie „The G.I.M.S”, „Superplex” oder „Raise 1st.” Denn im Publikum ließ sich das eine oder andere bekannte Rocker-Gesicht sehen. Vielleicht auch genau aus diesem Grund sei das Publikum mindestens genauso klasse wie die Bands an diesem Abend, so Carthago Archetype-Sänger Fabian.

Nur ungern lassen sie sich in eine musikalische Schublade stecken. Mit einem groben Mix aus Indierock und Alternative seien sie dennoch einverstanden. Nach lauten Zurufen und Applaus spielten die Newcomer aus Eschweiler noch zwei Zugaben und verließen die Bühne nach einem rundum gelungenen Gig im Talbahnhof.

Zu guter Letzt ließen „Last Train Home” die Gitarren mit treibendem Punkrock brennen, die ebenfalls „Carthago Archetype” bei ihrem Heimspiel unterstützen. Mit gekonnten Sprüngen auf der Bühne und hartem Sound rundeten sie den Abend ab.
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