Wie kriegt man den Verkehr aus Hastenrath raus?

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Die Bürgerinitiative Hastenrath (hier mit Günther Spennes, Eva Stenten, Carolin Brunke und Iris Stenten) protestierte am Dienstagabend vor dem Eefelkank-Vereinsheim gegen eine Ortsumgehung auf der Westseite des Ortes.

Eschweiler. Wenn von der geplanten Ortsumgehung Hastenrath die Rede ist, ist es viel einfacher, zu erzählen, was alles nicht geht. Die Straße durch die Felder hinter dem Sportplatz hindurch - geht nicht, sagen die Bürger. Weder links an der Grundschule vorbei noch rechts.

Die Straße am Omerbach hinunter - geht nicht, sagen Anwohner und Landschaftsschützer. Die Straße ganz weit weg zu legen, hinter den Bovenberger Wald - geht nicht, sagt der Landesbetrieb Straßenbau, denn da bringe sie nichts.

Aber den Verkehr so zu lassen, wie er ist, mit jetzt 10.000 Fahrzeugen durch den Ort und demnächst 12.000 oder mehr, mit Lärm und Gestank und Lebensgefahr direkt vor zwei Kindergärten und einer Grundschule - das geht schon gar nicht. Sagen alle. Und nun?

Um mögliche Antworten ging es in einer Bürgerversammlung, zu der die CDU in das Eefelkank-Vereinsheim eingeladen hatte. Die Bürger standen am Dienstagabend bis raus in den Hof, um zu hören, wie weit die Planungen sind, und um ihre Bedenken deutlich zu machen. Die gibt es reichlich.

Eine Umgehungsstraße ist schon ab 3,6 Millionen Euro zu haben. Sie steht in der Prioritätenliste ganz weit oben, versicherte an Dienstag Christoph Jansen vom Landesbetrieb Straßenbau. Er berichtete am Dienstagabend vom Planungsstand, stellte die möglichen Trassen einer neuen Straße vor, die aber alle „nicht optimal” seien. Es gebe auch auch die Option, gar keine Umgehung zu bauen, wenn der Widerstand zu groß sei, fügte Jansen an.

Den deutlichsten Kritikpunkt an den Einser-Trassen - jedenfalls, wenn man vom Beifall im Saal schließt - formulierte eine Anwohnerin so: „Die Fahrzeuge verteilen sich von der Vorderseite der Gebäude auf die Rückseite. Jetzt haben wir wenigstens hinten raus Ruhe.”

Wunschtrasse für viele Bürger ist der Weg um den Bovenberger Wald herum. Dass diese Straße die Ortsdurchfahrt Hastenrath kaum entlastet, wurde in vielen Redebeiträgen bezweifelt.

Eins wurde am Dienstagabend besonders deutlich: Bei allen Varianten bleibt das Problem „Zeit”. Selbst, wenn große Einigkeit bestehe - und die gibt es nicht - rechnet Christoph Jansen mit mindestens sieben Jahren bis zur Fertigstellung der Umgehungsstraße. Wahrscheinlicher seien zehn Jahre. Für die „große Lösung”, die nicht mal im Bedarfsplan ist, dauert die Wartezeit noch länger.
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