Wie geht es nach dem Abschluss für mich weiter?

Von: Sonja Essers
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Austausch auf Augenhöhe: Lisa Griebel (links) ist ehemalige Schülerin der Realschule am Patternhof. Beim Berufsinformationsabend berichtete sie den Schülern von ihrer Ausbildung bei der Sparkasse. Vertreter von 15 Firmen und sieben weiterführenden Schulen informierten über ihr Angebot. Foto: Sonja Essers

Eschweiler. Es ist 19 Uhr am Dienstagabend. Obwohl der Unterricht schon seit einigen Stunden beendet ist, platzt die Aula der Realschule Patternhof aus allen Nähten. Großer Andrang beim Berufsinformationsabend, den Elke Cornetz, zweite Konrektorin, organisiert hat.

Rund 300 Schüler und deren Eltern lauschen gespannt als Cornetz die Vertreter von 15 Firmen und sieben Schulen aus der Region vorstellt. An diesem Abend haben die Acht- und Neuntklässler genug Zeit, Fragen zu stellen und die verschiedenen Berufe und Schulen einmal genauer unter die Lupe zu nehmen.

„So haben die Schüler die Möglichkeit zu sehen, was sie nach dem Realschulabschluss machen können“, meint Rektorin Michaela Silbernagel. Bereits zum dritten Mal bietet die Realschule diese Veranstaltung an. Bei dieser haben die Schüler der achten Klassen die Gelegenheit Kontakte für das bevorstehende Praktikum zu knüpfen.

Wichtig sei der Abend vor allem für die Neuntklässler, betont Cornetz. Sie können darüber nachdenken, ob sie nach ihrem Realschulabschluss eine Ausbildung machen oder ihre schulische Laufbahn fortsetzen möchten. „Die Schüler sollen einen Einblick bekommen, damit sie auf ihren weiteren Werdegang gut vorbereitet sind“, so Cornetz.

Mittlerweile ist die Veranstaltung nicht nur bei den Schülern sehr beliebt, sondern auch bei Firmen und Schulen. „Oft ist es so, dass wir von Firmen und Schulen angesprochen werden, die sich an diesem Abend gerne bei uns präsentieren würden“, sagt Cornetz. Ein weiterer wichtiger Aspekt sei ein Austausch auf Augenhöhe. „Viele Schüler trauen sich nicht nachzufragen, dem wollen wir entgegenwirken“, erklärt die zweite Konrektorin.

Dass Veranstaltungen wie diese nicht nur beliebt, sondern auch erfolgreich sind, wird an diesem Abend gleich zwei Mal deutlich. Lisa Griebel, die selbst Schülerin der Realschule war, kehrt an diesem Abend an ihre alte Schule zurück. Als Auszubildende der Sparkasse Aachen steht sie den interessierten Jugendlichen Rede und Antwort. „Ich finde es toll, dass es solch eine Veranstaltung gibt“, meint die 20-Jährige. „In der Schule herrscht eine ganz andere Atmosphäre, da trauen sich die Jugendlichen eher nachzufragen.“

Und das tun sie auch. Fragen zur Ausbildung und zum Betrieb beantwortet Griebel mit aller Ausführlichkeit. Nur eine Frage bringt die 20-Jährige immer wieder zum Schmunzeln: „Wir werden fast immer gefragt, wie gut man in Mathe sein muss.“

Auch Charlie Jakobs hat seinen Abschluss an der Realschule gemacht. Danach ergatterte der 19-Jährige eine Ausbildung bei der Firma Saint-Gobain Sekurit. Der ehemalige Schüler freut sich besonders an diesem Abend dabei sein zu dürfen und den Jugendlichen den Beruf des Verfahrensmechanikers näher bringen zu können. „Es spornt besonders an, wenn es Schüler gibt, die sich für meinen Beruf interessieren“, meint er.

Wenn es um die weitere schulische Laufbahn geht, steht nicht nur Informieren, sondern auch Ermutigen auf dem Programm. Wolfgang Knippschild von der Bischöflichen Liebfrauenschule und Joachim Beilharz vom Städtischen Gymnasium klären die Jugendlichen darüber auf, was sie erwartet wenn sie das Abitur machen wollen.

Mut machen

Dass ein Schulwechsel besonders am Anfang nicht ganz einfach ist, wissen auch die beiden Pädagogen. Doch sie machen den Schülern Mut. „Wenn ihr die ersten Monate übersteht und weiter mit der richtigen Einstellung arbeitet, wird euch auch das Abitur gelingen“, meint Beilharz. Um sich ein richtiges Bild von den Schulen zu machen, sei es am sinnvollsten Veranstaltungen wie den „Tag der offenen Tür“ oder den „Weihnachtsbasar“ zu besuchen. „Man sollte schließlich nicht an eine Schule gehen, an der man sich nicht wohl fühlt“, meint Knippschild.

Nach rund zwei Stunden ist die Veranstaltung beendet. Viele zufriedene Gesichter verlassen die Realschule und vielleicht wird der eine oder andere Schüler in den nächsten Jahren dort selbst dann vor der nächsten Generation von seinem Werdegang berichten.

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