Wie erwartet: Jugendhilfeetat steigt

Von: pan
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Eschweiler. Das endgültige Ergebnis liegt noch nicht auf dem Tisch, aber eines ist jetzt schon klar: Im Jugendhilfetat wird die Stadtverwaltung nicht, wie erhofft, sparen können.

Dort steigen nämlich weiter die Zahlen, was schon im Januar dazu führte, dass die Kommunalpolitiker finanziell nachbessern mussten, weil das Geld im Haushalt 2011 nicht ausgereicht hat. Jetzt liegen die aktuellen Prognosen für das laufende Jahr vor: Der Jugendhilfeetat soll 16,594 Millionen Euro betragen, satte 755.850 Euro mehr, als im Haushaltssicherungskonzept vor zwei Jahren festgelegt.

Noch besteht die vage Hoffnung, dass die Wirtschaftsprüfer von Rödl & Partner Wege finden, Abläufe in der Jugendhilfe zu optimieren, sprich: günstiger zu machen. Aber schon beim ersten Fazit der Untersuchung im November des vergangenen Jahres wurde klar, dass man wahrscheinlich keinen Ausweg aus dem Dilemma finden kann.

Alternativen gesucht

So bleibt fürs Jugendamt nur die Möglichkeit, Alternativen zur relativ kostspieligen Heimerziehung zu finden, wie die Stadtverwaltung in der Vorlage für den Jugendhilfeausschuss indirekt zugibt: „Für die Zukunft ist im Übrigen - wie bisher - herauszustellen, dass im gesamten Bereich der Hilfen zur Erziehung wegen der gesetzlichen Zuständigkeitsregelungen und anderer Unwägbarkeiren die Kostenentwicklung schwer kalkulierbar ist”, heißt es darin. Deswegen wolle man mit Nachdruck versuchen, Pflegefamilien zu finden und auszubilden, Erziehung in Tagesgruppen zu fördern und das Angebot der sozialpädagogischen Familienhilfe auszudehnen. Dieser Weg ist pädagogisch nicht unumstritten, aber deutlich billiger.

Ansätze sinken dennoch

Davon verspricht sich die Stadtverwaltung einen dermaßen hohen Erfolg, dass sie in der Kalkulation für die Jahre nach 2013 den Haushaltsansatz im Vergleich zum Haushaltssicherungskonzept um 187.400 (2014) sowie 125.600 Euro (2015 und 2016) senkte. Im Jahr 2013 muss die Verwaltung hingegen nach aktuellen Berechnungen wieder tiefer in die Tasche greifen, als bisher angenommen. Dann soll der Jugendhilfeetat 15,899 Millionen Euro betragen, immerhin 591.800 Euro mehr als zuvor veranschlagt.

Mit einem Ergebnis der Wirtschaftsprüfer wird erst Ende des Jahres gerechnet. Selbst ein Aufstocken des Personals im Jugendamt ist noch möglich.
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