„White Horse Theatre“ in der Waldschule

Von: Andreas Röchter
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Harte Zeiten stehen bevor: Die „Weiße Zauberin“ Ginhilda (Kate Dewar, 2.v.l.) setzt alle Hoffnung auf das Mädchen Gala (Ffion Evans, 2.v.r.). Wally (Mark Woodhouse (links)) und Dilly (Liam Atton (rechts)) können nur staunen. Foto: Andreas Röchter
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Auf dem gefährlichen Weg zum dunklen Lord Morbus bekommt die mutige Gala vermeintliche Hilfe von Elfen-Mann Slightly. Foto: Andreas Röchter

Eschweiler. Der Kampf Gut gegen Böse, den ein mutiges Mädchen mit reiner Seele auf Geheiß einer weißen Zauberin gegen einen dunklen Herrscher aufnimmt, stand am Dienstagmorgen auf dem Stundenplan der Schüler der sechsten und siebten Jahrgangsstufe der Gesamtschule Waldschule.

Einmal mehr begrüßte Lehrerin und Projektkoordinatorin Gisela Freialdenhoven ein vierköpfiges Schauspielerensemble des „White Horse Theatre“ in der Schule, dass das von Theatergründer Peter Griffith verfasste Stück „The Dark Lord and The White Witch“ auf die Bühne des Pädagogischen Zentrums zauberte.

Was für ein Abenteuer, das auch Elfen und Zwerge, riesenhafte Insekten, höchste Berge, weitläufige Wüsten und tiefste Sümpfe enthielt sowie von Hinterlist und Verrat auf der einen, aber auch tiefster Freundschaft auf der anderen Seite geprägt war.

Und das darüber hinaus eine Herausforderung für die Schüler mit sich brachte: Die vier britischen Bühnendarsteller, die in unterschiedlichste Rollen schlüpften, präsentierten das spannende Geschehen nämlich in ihrer englischen Muttersprache. Kein echtes Problem für die Gesamtschüler, die der spannenden Handlung und den aufregenden Worten des Schauspielerquartetts, das mit spürbarer Spielfreude agierte, aufmerksam folgten, mitgingen und das Ensemble nach dem Fallen des letzten Vorhangs mit lautstarkem und verdienten Applaus belohnten.

Gerade ist das Mädchen Gala (Ffion Evans) vom Riesen Blundersquelch, der von einer Gesamtschülerin gespielt wurde, zur Gänseblümchenketten-Königin des Örtchens Little Sodding im Land „Untererde“ gekürt worden, als die „Weiße Zauberin“ Ginhilda (Kate Dewar) erscheint und ihren Zuhörern berichtet, dass der furchtbare Lord Morbus den Versuch unternimmt, König zu werden, und damit die Macht in Untererde an sich zu reißen.

Die einzige Person, die ihn stoppen könne, wäre eine Königin, die das „vollkommen Gute“ repräsentiert. Gala ist genau diese Person! Sie macht sich alleine auf den gefahrvollen Weg durch Berge, Flüsse und einen Wald, in dem sie von Woks, menschenfressenden Kreaturen, die unter dem Befehl von Lord Morbus stehen, angegriffen wird. Zu ihrem Glück erscheint der freundliche und gutaussehende Elfenmann Slightly (Mark Woodhouse), der die Woks vertreibt und sich Gala anschließt, um ihr beizustehen.

Vor einem Schneesturm schutzsuchend, trifft das Duo in einer Höhle auf den furchtbar gezeichneten Gloop (Liam Atton), der berichtet, einst von Lord Morbus gefangen und gequält worden zu sein. Darüber hinaus habe ihm dieser seinen größten Schatz geraubt: einen Feueranzünder, der Licht in die dunkle Höhle gebracht habe.

Obwohl Slightly dagegen ist, willigt Gala in den Vorschlag Gloops ein, sie zur Burg des dunklen Lords zu führen. Kurz vor dem Ziel macht sich Slightly plötzlich aus dem Staub, nicht ohne zuvor ein riesiges Insekt herbeizurufen, das Gala packt. Gloop kommt Gala zu Hilfe, rettet sie, bezahlt diese gute Tat jedoch mit dem Leben.

In der Burg angekommen, empfängt Lord Morbus die tapfere Gala, reißt sich eine Maske vom Gesicht, beweist damit, sich zuvor als Elfenmann Slightly getarnt zu haben und befiehlt den Woks, Gala zu verschlingen. Doch diese setzt sich zur Wehr und hält Morbus geistesgegenwärtig einen Spiegel vor das Gesicht.

Der dunkle Lord blickt erstmals in seine Fratze des Grauens. Alles Böse fällt auf ihn zurück. Er stirbt. Untererde ist gerettet. Die „Weiße Zauberin“ eröffnet Gala, dass ihre reine Seele eine Art von Magie darstelle. Das tapfere Mädchen denkt jedoch an Gloop, facht den Feueranzünder an, den sie auf der Burg von Lord Morbus an sich genommen hat und erweist ihrem Retter die Ehre. „Er ist der wahre Held!“, spricht sie.

Nach der Aufführung hatten die Schüler die Gelegenheit, den Schauspielern Fragen in englischer Sprache zu stellen. Ein Angebot, dass mutig angenommen wurde.

So erfuhren die jungen Zuschauer, dass die Darsteller aus dem walisischen Cardiff, Brighton, Oxford und Burton-upon-Trent stammen, zwischen 22 und 26 Jahre alt sind und in ihrer Freizeit gerne kochen, malen, Rad fahren und rudern. „Und wie viele Jahre hat es gedauert, das Stück auf die Beine zu stellen?“, lautete eine weitere Frage aus dem Publikum. „Sechs Tage! Wir hatten drei Wochen Zeit, dieses Werk, das Mittelstufen-Stück ‚Move to Junk‘ sowie das Shakespeare-Drama ‚Twelfth Night‘ einzustudieren“, so die Antwort des Bühnenquartetts, das wenig später in neue Rollen schlüpfte und den Mittelstufen-Gesamtschülern „Move to Junk“ präsentierte.

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