Werner Wolter pilgert zum 60. Mal nach Kevelaer

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Mehr als 120 Pilger machen sich am 20. August wieder auf den Weg an den Niederrhein. Foto: Georg Grünheidt
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Mehr als 120 Pilger machen sich am 20. August wieder auf den Weg an den Niederrhein. Foto: Georg Grünheidt

Eschweiler. Am Sonntag, 20. August, heißt es wieder: Wir machen uns auf und pilgern nach Kevelaer, den Marienwallfahrtsort am Niederrhein. Die Kevelaer-Bruderschaft Eschweiler hat die Vorbereitungen für diese Wallfahrtswoche abgeschlossen und über 120 Pilger sind dann wieder unterwegs, um im Gebet und mit großer Freude diesen Pilgerweg zu meistern.

Was heißt eigentlich pilgern? Diese Frage ist so einfach nicht zu beantworten, denn jeder Pilger, der sich aufmacht, geht diesen Weg aus einem ganz persönlichem Anlass: Dankbarkeit für eine bisherige gute Zeit; aus Freude über ein schönes Familienereignis; um Sorgen und Nöten jemanden zu erzählen; Hoffnung auf eine neue Arbeitsstelle; Herausforderung an sein eigenes Ich; Sehnsucht nach Gesundheit; um vernünftige schulische Leistungen oder ganz einfach, um unter Menschen zu sein.

Pilgern heißt: „gehen im Gebet“ – mit großer Freude, mit Gelassenheit, mit Ausdauer. Pilgern heißt aber auch schweigen, nachdenken, lachen, zuhören und erzählen. Pilgern muss aber auch etwas wehtun und diese sogenannten Pilgerschmerzen sind jeden Abend da, aber eine gute Fußpflege und der entsprechenden Nachtruhe schafft Kraft für den kommenden Tag.

Intensiv und emotional

Seine 60. Fußwallfahrt nach Kevelaer ist für Werner Wolter bestimmt ein ganz intensiver und emotionaler Pilgerweg. Im Jahre 1956 ging der damals 15-Jährige zum ersten Mal mit der Bruderschaft nach Kevelaer, was für ihn bestimmt ein ganz besonderes Erlebnis war.

Damals waren Scheunen die täglichen Quartiere und am Etappenziel wurde die warme Abendmahlzeit noch selbst hergerichtet. Begleitbus, Sanitätsdienste, reservierte Privatquartiere gab es nicht, und so waren die Anfänge nach Kevelaer des jungen Werner Wolter von manchen zusätzlichen Strapazen geprägt.

Geprägt hat Werner Wolter die Kevelaer-Bruderschaft Eschweiler, sei es als Schriftführer, als Vorstandsmitglied und als Präfekt. 20 Jahre hat er diese Bruderschaft geführt und er hat dieser Fußwallfahrt zu „seiner Maria nach Kevelaer“ ein Gesicht gegeben. Für alle seine großartigen Verdienste ernannte ihn die Bruderschaft im Jahre 2009 zum Ehrenpilger.

Werner Wolter kann viel erzählen und dass die Bruderschaft in diesem Jahr seinen Ehrenpilger in den Mittelpunkt stellt, versteht sich von selbst. Seit dem vorigen Jahr sind auch dank des Initiativkreises St. Marien Radpilger aus Eschweiler unterwegs, und es ist in der heutigen Zeit keine Selbstverständlichkeit, dass sich so viele Christen zu Fuß und mit dem Rad aufmachen, um einen Pilgerweg zu gehen beziehungsweise zu fahren.

15 Neupilger sind dabei

Fuß- und Radpilger treffen sich am Gnadenort und feiern zusammen die Pilgermesse. Neben dem Ehrenpilger ist es für Josi Risse die 25. Wallfahrt und für Dr. Marliese Sobotka die 40. Wallfahrt nach Kevelaer. Mit großer Freude stellt die Bruderschaft fest, dass sich in diesem Jahr wieder 15 Neupilger mit der Gemeinschaft auf den langen Weg machen.

Das diesjährige Wallfahrtsthema wurde vom Präses Pfarrer Michael Datené ausgesucht, der in dieser Woche viele neue Gedanken und Impulse auf dem Weg von Eschweiler über Houverath, Hinsbeck und Lüllingen, den Pilgern mitgeben wird. So wird auch nach vielen Jahren wieder der Kreuzweg im Pax-Christi-Forum angeboten.

Der Gemeinschaftsgedanke

In diesem Jahr sind wieder viele Kinder und Jugendliche dabei, die die letzte Ferienwoche opfern, um den Gemeinschaftsgedanken draußen zu zeigen; um auszudrücken, dass eine Wallfahrt modern ist und gut tut. Alle Pilger der Kevelaer-Bruderschaft Eschweiler werden viel erleben und Dinge sehen, die andere vielleicht noch nicht gesehen haben. Mit gutem Pilgerwetter und gesunden Füßen wird das auch 2017 gelingen.

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