Werke von besonderer Anziehungskraft

Von: ran
Letzte Aktualisierung:
wäxelfo
Zwei eigenständige Künstler, deren Werke sich ergänzen: Werner Neuwirth (links) und Gerd Winter präsentieren ihre Arbeiten in der Galerie Art Engert. Foto: Andreas Röchter

Eschweiler. Ihre Stile sind unterschiedlich, ergänzen sich aber. Der Zeichner Werner Neuwirth sowie der Maler Gerd Winter präsentieren bis zum 28. November Ausschnitte ihres Schaffens in der Galerie Art Engert. Am Sonntag wurde die Ausstellung, die den Titel „Wechselblick” trägt, mit der Vernissage eröffnet.

„Ein interessanter Gegensatz zwischen malerischer und zeichnerischer Arbeit”, umschrieb Kunsthistoriker Dr. Dirk Tölke während seiner Einführung die grundsätzliche Idee der Ausstellung. Doch bei aller Unterschiedlichkeit haben die Künstler auch einige Gemeinsamkeiten.

So absolvierten Gerd Winter, der 1951 in Groß-Gerau geboren wurde, und Werner Neuwirth, der im Jahr 1950 im österreichischen Gurk das Licht der Welt erblickte und bis 1990 auch als Musiker tätig war, beide das Studium der Malerei an der Hochschule für bildende Künste (Städelinstitut) in Frankfurt. Darüber hinaus sind sie Mitglieder der Darmstädter Sezession. Während Werke von Gerd Winter bereits 2006 unter dem Titel „Unter anderem rot” in der Galerie Art Engert zu sehen waren, stellt Werner Neuwirth erstmals in Eschweiler aus.

„Gerd Winter legt seinen Fokus auf die Farben”, betonte Dr. Dirk Tölke. „Er arbeitet in zeilenweisen Strukturen, durch die seine Bilder von links nach rechts zu lesen sind”, so der Kunsthistoriker. Seine Arbeit sei jedoch keine Farbfeldmalerei. Vielmehr schöpfe sie ihre Anziehungskraft aus dem Reichtum der Kraft der Pigmente. Die Entstehung der Bilder sei ein Prozess aus Abtragen und Wiederauftragen. „Den Abschluss bildet die Ölmalerei, die die Leuchtkraft der Farben im besonderen Maße herausarbeitet”, verdeutlichte Dr. Dirk Tölke.

Die Linien, die die Arbeiten von Werner Neuwirth kennzeichnen, gingen weit über gängige Zeichnungen hinaus. „Ihre textilen Strukturen sind sedimentär, die Linien wie Fäden verwoben”, ließ der Sachverständige wissen. Dabei stünden alltägliche Bildstrukturen sowie ein aus dem Surrealismus stammender „geplanter Zufall” im Vordergrund.

„Die Bildsprache kommt in ihrem Herzen aus der Abstraktion. Gegenstände werden vor allem in ihrer Form gesehen”, so Dr. Dirk Tölke, der hervorhob, dass in den Werken von Werner Neuwirth die Nähe von Kunst und Kunsthandwerk deutlich werde. „Ihm gelingt es, den Reichtum von Ornamenten in seine Zeichnungen einzubringen.” Dies sei mutig, da das Publikum im Allgemeinen nicht darauf vorbereitet sei.
Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert