Werden Sie Pate für einen Spielplatz!

Von: Rudolf Müller
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Eschweilers Spielplätze im Blick: Norbert Laufenberg, Peter Flohr, Nicole-Hillemacher-Esser, Jürgen Termath, Olaf Golzheim und Stadtsprecher René Costantini (v.l.). Foto: Rudolf Müller
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Betreut die Spielplatzpaten: Nicole Hillemacher-Esser.

Eschweiler. Kinder brauchen Platz. Zum Erkunden, zum Bewegen, zum Spielen. Die Stadt Eschweiler kommt dem entgegen: mit bisher 73 Spiel- und Bolzplätzen für alle Altersklassen. „Das Prädikat der Familienfreundlichkeit ist der Stadt sehr wichtig“, unterstreicht Jürgen Termath, Leiter des Jugendamts.

Und das lässt die Stadt sich auch einiges kosten: Alles in allem rund 300.000 Euro pro Jahr für Pflege, Kontrollen, Wartung, Reparaturen. In diesem Jahr kommen weitere 50.000 Euro dazu: für Neu- bzw. Ersatzanschaffungen von Spielgeräten, zum Beispiel auf den Spielplätzen Udelinberg, Moosweg und Indestraße. Am Udelinberg ist ein Spielschiff reif für den Abwracker, an der Indestraße, nahe Grüner Weg, funktioniert ein Bagger nicht so, wie die Kinder das wünschen.

Immerhin: Nur etwa 5000 Euro pro Jahr müssen für die Beseitigung von Vandalismusschäden berappt werden. Das war einmal deutlich mehr, weiß Olaf Golzheim vom Eschweiler Grünflächenamt: in der Zeit, bevor sich das Mobile Jugendamt und ehrenamtliche Spielplatzpaten der Sache annahmen.

Letztere gibt es seit 2009. Leute wie Norbert Laufenberg: Der schaut seit Jahren auf gleich vier Plätzen nach dem Rechten: an der Kurt-Schumacher-Straße, am Raiffeisenweg, Am Hochhaus und am Theodor-Heuss-Ring. Neu im Team: Peter Flohr und seine Frau Helga. Die beiden kümmern sich um den Bergrather Spiel- und Bolzplatz Im Felde.

„Keine große Sache“, berichtet Flohr. „Da reicht eine halbe Stunde pro Woche, um hier mal nach den Spielgeräten zu sehen, Müll einzusammeln und im Fall des Falles, wenn etwas kaputt ist oder das Gras zu hoch steht, die Wirtschaftsbetriebe zu informieren. Das klappt prima: Spätestens zwei Tage darauf ist gemäht.“

In Sachen Sicherheit geben Flohr und Laufenberg nur Tipps – detailliert kontrollieren müssen sie nicht. Das machen die Wirtschaftsbetriebe. Je nach Besucherfrequenz des Platzes von 14-tägig bis zu dreimal wöchentlich. Funktionskontrollen der Spielgeräte erfolgen monatlich bis dreimonatlich. Und einmal im Jahr wird alles auf Herz und Nieren gecheckt. Da werden selbst die Fundamente freigelegt und auf Festigkeit überprüft.

Während Olaf Golzheim für Schadensmeldungen und technische Belange zuständig ist, kümmert sich Nicole Hillemacher-Esser um organisatorische Fragen und die Betreuung der Spielplatzpaten. Davon gibt es derzeit 13, die auf 14 Plätzen die Belange der Nutzer im Auge haben. Angesichts der 73 vorhandenen Plätze ist da noch viel Luft nach oben.

„Wir könnten also noch 59 Paten gebrauchen“, sagt Nicole Hillemacher-Esser. Paten, die zum Erhalt und zur Pflege der Spielplätze beitragen, einen aktiven Beitrag zur Akzeptanz von öffentlichen Spielräumen für Kinder und Jugendliche leisten und als direkte Ansprechpartner für die Anwohner und Besucher „ihrer“ Spiel- und Bolzplätze fungieren.

Sich hier engagieren kann nahezu jeder: jeder Eschweiler Bürger, Schulklassen, Kirchengemeinden, Kindergärten, Sportvereine, Parteien, Nachbarschaftsgemeinschaften, Firmen, Jugendverbände und und und... Ihr Einsatz erfolgt in enger Kooperation mit der Stadt, die auch die Gesamtverantwortung trägt. Haftungsrechtlich belangt werden können Spielplatzpaten nicht.

Auch zu Schraubenschlüssel, Hammer und Nägeln brauchen sie nicht zu greifen: „Wartungsarbeiten sind nur von Mitarbeitern der Stadt Eschweiler durchzuführen“, betont die Stadt. Was die Spielplatzpaten brauchen, bekommen sie von der Stadt: einen Ausweis zum Beispiel, eine Müllzange, Müllsäcke und Handschuhe, um Unrat einzusammeln, den manche Besucher hinterlassen.

Im Rathaus hofft man, dass über die derzeit 13 Paten hinaus noch etliche Bürger Spaß an diesem Ehrenamt haben und sich dafür melden: bei Nicole Hillemacher-Esser, Abteilung für Kinder- und Jugendförderung, Telefon 7487460 oder 0160/4713974, E-Mail: nicole.hillemacher@eschweiler.de.

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