Werden radioaktive Strahlen unterschätzt?

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Einen Vortrag über die gesundheitlichen Auswirkungen radioaktiver Strahlung gibt es am 24. März in der VHS. Foto: ddp

Eschweiler. Die Lage in Japan hat die Debatte um die Atomenergie neu entfacht. Beunruhigt blickt die Welt auf die Reaktoren in Fukushima, aber sie blickt auch zurück auf Katastrophen wie die in Tschernobyl oder den ersten kriegerischen Angriff mit Kernwaffen in Hiroshima.

„Das Risiko radioaktiver Strahlung wird unterschätzt”, sagt die VHS und erinnert deshalb an Hiroshima in einem Seminar am Donnerstag, 24. März, ab 19 Uhr.

Ein großer Teil des Wissens, das wir heute über das Gesundheitsrisiko radioaktiver Strahlung haben, stammt aus Langzeituntersuchungen, die an den Überlebenden der Atombombenabwürfe auf Hiroshima und Nagasaki durchgeführt wurden. Einige dieser Opfer führen seit einigen Jahren Gerichtsprozesse gegen den japanischen Staat, weil ihre Krebserkrankungen nicht als Folge der Abwürfe anerkannt wurden. Etwa 30 dieser Prozesse wurden bisher gewonnen, keiner verloren. Ausschlaggebend waren Gutachten eines japanischen Physikprofessors.

Demzufolge ist die interne Strahlung, die durch Aufnahme radioaktiver Teilchen in den Körper verursacht wird, viel gefährlicher als bisher gedacht.

Mehr Krebsfälle?

Dr. Axel Tillemans, Physiker und Wissenschaftsjournalist aus Titz, geht in dem VHS-Seminar deshalb der brisanten Frage nach, ob auch die Häufung von Kinderkrebsfällen in der Umgebung von deutschen Kernkraftwerken sich vielleicht „so” erklären lässt. Anmelden kann man sich zu dem Seminar im VHS-Haus, Kaiserstraße 4a, unter 70270 oder per E-Mail unter vhs@eschweiler.de.

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