Wenn wilde Löwen Karneval feiern

Von: jlm
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Jugendmariechen Leonie Berndt begeisterte ihre Zuschauer mit ihrem Können. Foto: Julia Meuser

Eischwiele. Ein stolzes Bild in blau, rot und gelb bot sich auf der Bühne der Dürwisser Festhalle. Alle Uniformierten der Löwengarde inklusive der zahlreichen stolzen Tänzerinnen und Tänzer waren gemeinsam aufmarschiert, um so die Große Sitzung ihrer Gesellschaft zu eröffnen.

Peter-Heinz Arnolds gestaltete den Abend als „Kapelle im Saal“, so der Präsident Norbert Bartz, musikalisch.

Das Trommler- und Pfeiferkorps Röhe unter der Leitung von Michael Müllejans eröffnete schließlich das bunte Programm und lud zum Schunkeln und Mitsingen ein. Und dann war es so weit: die erste tänzerische Darbietung der Sitzung folgte und sollte die Zuschauer auch gleich in Staunen versetzen. Der Jugendblock betrat die Bühne. Den Anfang machte das Jugendmariechen Kim Thoma, erst acht Jahre jung, bestritt jedoch bereits vier Turniere erfolgreich und begeisterte auch an diesem Abend mit ihrer tollen Leistung. Auch Leonie Berndt hatte keinen Grund sich zu verstecken. Mit ihren elf Jahren stand sie bereits schon bei zwei Turnieren auf dem zweiten Treppchen und riss die Zuschauer von den Plätzen.

Tanz in die Herzen

Die Jugendgarde tanzte sich ebenfalls in die Herzen der Gäste und erntete schallenden Applaus. Der Präsident zeigte sich sichtlich stolz auf seine Tänzerinnen und ihre tollen Leistungen. Im Anschluss ging es musikalisch weiter. „Brass und Spass“ marschierte mit Kasallas „Pirate“ ein und brachte den Saal auch gleich zum Kochen. Beim Medley bekannter Rockklassiker wie „Smoke on the water“, „Highway to hell“ oder auch „Rockin‘ all over the world“ gab es dann kein Halten mehr.

„Wer ist eigentlich die Löwengarde? Wofür steht sie?“, fragte der Präsident in die Runde und ließ ein Video abspielen, das Fotos aus der letzten Session zeigte: kleine und große Löwen im Straßenzug, Tänzerinnen und Tänzer auf der heimatlichen Bühne oder auch bei Turnieren auf dem Treppchen, mit Medaillen, Pokalen und Urkunden – stets mit Spaß und Freude und für den Verein dabei. Er sei einfach stolz, was sie alles erreicht haben, fügte der Präsident abschließend hinzu.

Casting für die neue Tanzmarie

Da war auch Alfred Wings, der Lange, neidisch und berichtete den Löwen von der neuen Tanzmarie seiner Gesellschaft. Eine Marie sei das wichtigste, doch ihre tanze nicht mehr. Sie sei mit dem Kommandanten nach Kalterherberg abgehauen – „statt Spagat im Karneval, siebter Monat Ultraschall“. Deshalb hätten sie ein Casting starten und eine neue Tanzmarie suchen müssen. Lady Camilla banden sie am Reitplatz an, Uschi Glas trat sich beim Lachen auf die Falten – alles keine rechten Kandidaten für eine neue Tanzmarie. Schschantal Chayenne sei es dann geworden: Taktgefühl habe sie keins, erotisch an ihr sei nur der Damenbart, hinten ein Zettel „Vorsicht, schwenkt gefährlich aus“ und sie zieht das linke Bein nach.

Doch auch das Männerballett sei nicht mehr das, was es mal war – mit 25 einen Bauch wie ein Brett und heute blähe mancher beim Ausfallschritt. Er schloss mit der Botschaft: „Nehmt all das Leben nicht so schwer.“ Gesundheit, Glück und Karneval seien doch das wichtigste.

Im Anschluss ging es dann wieder tänzerisch weiter: Tanzmarie Gianna Schoenen, deutsche Vizemeisterin und auch in diesem Jahr wieder qualifiziert für das Halbfinale, zeigte, wofür sie das ganze Jahr trainiert hat und begeisterte alle im Saal. Auch Prinz Rene I. und Zerm Daniel statteten der Löwengarde einen Besuch ab und feierten mit den Jecken. Im Anschluss bewiesen dann die Juniorenmariechen Celina Spiegelmacher und Salisa Schäfer ihr Können und ernteten für ihre grandiosen Leistungen tosenden Applaus.

Markus Spiegelmacher überraschte dann als „Trienchen“ den Präsidenten auf der Bühne und brachte diesen mit „Neckichkeiten“ und Blödeleien aus seinem Konzept. Auch die Juniorengarde raubte den Zuschauern den Atem und durfte ohne eine Zugabe die Bühne selbstverständlich nicht verlassen. De Krötsch animierten die Gäste dann wieder zum Mitschunkeln und vor allem zum Mitsingen und brachten die Stimmung noch einmal zum Siedepunkt, bevor es dann erneut tänzerisch weiter ging.

Das Tanzpaar Julian Wahlen und Kathrin Schmidt, sowie das Mariechen Julia Böhmer wurden mit großem Applaus für ihre tollen Leistungen belohnt. Auch die Freunde der Ulk Oberröthgen mit ihrem Präsidenten Heinz-Michael Raby besuchten die Löwengarde und hatten ein kleines Bühnenprogramm mit im Gepäck. Marie Lea Hunscheidt und die Große Garde rundeten das Programm mit ihrer tänzerischen Darbietung ab, bevor dann gemeinsam beim Kostümball gefeiert und getanzt wurde.

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