Langerwehe - Wenn Schüler die Wände hochgehen

Wenn Schüler die Wände hochgehen

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Machten zusammen intensive Erf
Machten zusammen intensive Erfahrungen beim Klettern: Schüler der Europa Schule Langerwehe und ihre Gäste aus Spanien, Polen, Frankreich und der Türkei.

Langerwehe. „Rocks around Europe”, unter diesem Projekt-Titel haben 20 Schüler und vier Lehrer der Europaschule Langerwehe zwischen dem 10. und 15. Oktober ihre Gäste aus Spanien, Polen, der Türkei und Frankreich empfangen.

Und mit „Rock” war in dem Fall nicht Musik, sondern die ursprüngliche Übersetzung „Fels” gemeint, denn nach dem Videoclip-Projekt „Songs, Love & Video clips”, das die Europaschule als ihr erstes Comenius-Projekt veranstaltete, steht diesmal die Sportart Klettern im Mittelpunkt der gemeinsamen Aktivitäten für die nächsten beiden Jahre.

Die beiden Langerweher Initiatoren und Koordinatoren Susanne Nehls-Bhayani und Klaus Dauven suchten in der Vorbereitung Partner, die sich neben dem Sportklettern in Hallen, das auch an Schulen mittlerweile immer populärer geworden ist (auch die Europaschule besitzt eine eigene Kletterwand), auf das Abenteuer Outdoor-Klettern mit Schülern einlassen wollten. Sie fanden interessierte Schulpartner aus Granada, aus der Nähe von Krakau, aus Istanbul und von der französischen Insel La Réunion, die sich östlich von Madagaskar im Indischen Ozean befindet.

So reisten neun Lehrer mit ihren insgesamt 20 Schülern, die alle bei ihren Korrespondenten untergebracht wurden, an, um im Laufe der Woche gemeinsam mit den deutschen Partnern in der „Kletterfabrik” in Köln-Ehrenfeld und dann am nächsten Tag in den Felsen des Klettergebiets „Effels” bei Nideggen „die Wände hoch zu gehen”.

Dabei wurden von der klettertechnisch recht heterogenen Gruppe sowohl Grundkenntnisse erarbeitet, als auch schon anspruchsvollere Routen ausprobiert. Das Programm an den Naturfelsen wurde durch geologische Untersuchungen, die von der Langerweher Lehrerin Anke Brennecke geleitet wurden, abgerundet.

Es stellte sich heraus, dass die Bedingungen für das Klettern als Schulsport in den allen beteiligten Ländern sehr unterschiedlich sind. Während dieser Sport zum Beispiel in der Türkei noch in den Kinderschuhen steckt, verfügt in Frankreich fast jede Schule über eine eigene Wand und man kann sogar Klettern im Abitur wählen. So war auch das Erstaunen der Partner sehr groß, als sie erfuhren, dass die Stadt Nideggen das Klettern, dessen hoher pädagogischer Wert für die Entwicklung von Schülern unbestritten ist, für diese kostenpflichtig gemacht hat.

Neben den sportlichen Aktivitäten kamen natürlich auch die touristischen Höhepunkte Aachen, Köln und Monschau nicht zu kurz, und als dann am Ende der gemeinsamen Zeit bei der Comenius-Gala mit Filmen und Vorträgen alles noch einmal Revue passierte, wurde allen Teilnehmern bewusst, wie intensiv die gemeinsamen Erfahrungen gewesen sind.

Dass dann die musikalische Bedeutung von „Rock” bei dem anschließenden Fest ausgiebig zum Tragen kam, führte die Gruppe nur noch näher zusammen und machte große Vorfreude auf das nächste Treffen in Granada im April 2012.
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