Eschweiler-Weisweiler - Wenn die Omma zu wenig Cola im Asbach hat...

Wenn die Omma zu wenig Cola im Asbach hat...

Von: vr
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Charmante Gratulanten: Die „Blue Dance Girls“ gratulierten bereits ihrem designierten Prinzen Ralf Hesselmann und seinem Zeremonienmeister Georg Auzinger auf der Weisweiler Herrensitzung, bereits zwei Wochen vor der Proklamation. Foto: Volker Rüttgers
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Ein weinendes und ein lachendes Auge hatte „Räuber“-Gründer Karl-Heinz Brand, der zum letzten Mal auf der Weisweiler Bühne stand. Foto: Volker Rüttgers

Eschweiler-Weisweiler. „Wenn ich so in Weisweilers rote Augen blicke, dann weiß ich: Es war wieder schön gestern!“ Seit einem Vierteljahrhundert ist er zu Gast und kennt jedes Bühnenbrett der Weisweiler Festhalle. Guido Cantz konnte zwar am Abend zuvor nicht der Einladung der Damen Folge leisten, doch am Freitag holte er die überfälligen „Bützchen“ mit seiner „Bruni“, der Damenpräsidentin der KG Lätitia Blaue Funken Weisweiler, umgehend nach - quasi auf dem Weg zur Bühne der Herrensitzung.

Nachdem Weisweilers Marketenderin Alina Brosius den Saal am späten Freitagnachmittag in Schwung gebracht hatte, stellte „Blötschkopp“ Marc Metzger fest, dass „es früher für die Kölner Redner besser war, da hatten wir Schramma, Meißner, Schramma und den FC, heute haben wir Reker, Woelki und – ja jut – immer noch dä Effzeh“.

Also nahm sich der Akkord-Pointenjäger die Jugend vor: „Erklär Pokemon mal der Oma: Omma, dat sin kleine bunte Männchen, die du mit dem Telefon fangen musst. – Wenn Oma früher kleine bunte Männchen im Park gesehen hat, dann hatte die zu wenig Cola im Asbach!“.

Dass der Eisprung kein gesprungenes Handy-Display ist und Buddha keine griechische Göttin, mit der er seine Frau in den ersten Jahren immer verglichen hat, beschäftigte den Blötschkopp so sehr, dass er schon wieder von der Bühne musste, bevor er eigentlich mit seiner Rede anfangen konnte – wie immer.

Guido Cantz war bei seinem 25. Bühnenjubiläum da schon direkter: „Wir können hier ja offen reden: Wir sind hier, um die Drei-Liter-Grenze zu erreichen, alle!“ Ob mit oder ohne Pittermännchen auf den Tischen, die Männer im Saal hingen förmlich an den Lippen des Porzer Jungen und konnten sogar noch etwas lernen, zum Beispiel dass die Bezeichnung „Taschendieb“ nicht political correct sei, das heiße jetzt „Fachkraft für spontane Eigentumsübernahme“ und dass die „Parship“-Werbung keine realistische Werbung sei, sondern wohl eher so etwas wie ein Serviervorschlag.

Bevor die Veranstaltung am Freitag in Weisweiler jedoch zur Fortbildung mit praktischen Trinkübungen avancierte, sorgten die Paveier mit „Mir sin Kölsche us Kölle am Rhing“, „Leev Marie“ und ihrem aktuellen Sessionshit „Kumm Mädche danz“ für mächtig Stimmung in der Festhalle. „Unser letzter Auftritt in 2016 war hier und unser erster Auftritt in 2017 ist auch hier“, die Kölner Musiker dürften wohl bald die Ehrenbürgerschaft Weisweilers erhalten.

Seinen letzten Auftritt in Weisweiler hingegen genoss „Räuber“-Gründungsmitglied Karl-Heinz Brand, der mit seiner Band noch einmal „et Trömmelche“ gehen ließ, seine Heimat Kölle besang und schon einmal einen Ausblick auf seine musikalische Rente gab.

„Ich möchte wieder das tun, womit ich einst bei der Musik begonnen hab“, ließ der Mann mit Hut wissen und stimmte mit seinen Musikerfreunden ein Creedence-Clearwater-Revival-Medley an, das die Männer im Saal begeistert auf die Stühle stiegen ließ. Überhaupt schienen es eher die Klassiker zu sein, die beim Weisweiler Publikum am Freitag ankamen.

40-Jahre-danach-Ausgabe

Während Martin Schops sich im ersten Teil seiner Rede ob der großen Geräuschkulisse im Saal schwer tat, riss er das Stimmungsruder mit seiner Version von Grönemeyers „Männer“ und Bläck Fööss‘ „Meiers Kättche“ in der 40-Jahre-danach-Ausgabe gekonnt herum.

Dass die eigenen Kräfte der „Lätitia“ nicht zu kurz kamen, ist gerade in dieser Prinzensession selbstverständlich und so zeigten sich die „Höppekröetsch“ bei ihrem akrobatischen Tanz ebenso wie die Showtanzgruppe „Blue Dance Girls“ bestens vorbereitet. „Die Weisweiler“, nun unter der musikalischen Leitung von Oliver Brosius, setzten traditionell den musikalischen Schlusspunkt hinter eine Herrensitzung, die zwar ihrem historisch gewachsenen Anspruch gerecht wurde, der aber im Gegensatz zum vergangenen Jahr ein wenig die Überraschungen fehlte.

Sie glich eher einem Best-of der vergangenen Jahre, was der grandiosen Stimmung am Freitag allerdings keinen Abbruch tun sollte. Dies konstatierte Ehrenpräsident Heinz-Jürgen Hepp, der durch das Programm führte, mit zufriedener Miene mehrfach.

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