Eschweiler - Wenn Aschenplatz-Kicker den grünen Teppich betreten

Wenn Aschenplatz-Kicker den grünen Teppich betreten

Von: Stefan Herrmann
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Akrobatik vom Feinsten: So wie hier der Versuch eines Fallrückziehers von Lohns Tobias Streußer sahen die Zuschauer am Maxweiher eine ganze Reihe von sehenswerten Fußball-Leckerbissen. Foto: Stefan Herrmann

Eschweiler. Sieben Tage, zwölf Mannschaften, 55 Tore, zwölf K.o.-Spiele, ein Elfmeterschießen und ein hochverdienter Sieger - das war die 19. Feldfußball-Stadtmeisterschaft. Mit Germania Dürwiß nimmt ein Team den Pott mit nach Hause, das wie selten zuvor den Wettbewerb dominiert hat. Der Mittelrheinligist ließ von Anfang an keine Zweifel daran aufkommen, dass es nur einen wahren Stadtchampion an der Inde geben kann.

4:0 (gegen FV Eschweiler), 9:0 (gegen Rhenania Lohn) und 8:0 (gegen Preußen Hastenrath) lauteten die klaren Ergebnisse der Germanen. Und auch alle weiteren Titel sackte das Team von Michael Burlet ein: Lukas Heck schoss das 1000. Tor in der Geschichte der Stadtmeisterschaft, Daniel Koppelmann war gleich sechsmal erfolgreich und somit der treffsicherste Spieler der Woche.

„Nicht ganz fair” fand es da Gebietsdirektor Klaus Wohnaut vom Sponsor Sparkasse Aachen, dass Dürwiß´ Coach das teaminterne Duell um die Torjägerkanone im Finale vorzeitig beendete. Flügelflitzer Stephan Krautzberger lag bis zur 64. Minute mit fünf Treffern in Front, dann nahm Burlet seinen Spieler heraus.

Koppelmann durfte weiterspielen und zog mit zwei späten Toren noch an seinem Mannschaftskollegen vorbei. Wohnauts augenzwinkernde „Kritik” nahm Burlet locker hin - und Krautzberger erhielt vom Sparkassen-Mann trotzdem ein kleines Präsent für die starke Vorstellung. Happy End am Maxweiher.

Lob an die vielen Helfer

Dort bewirteten die Sportfreunde Hehlrath um ihren Vorsitzenden Guido Esser die zahlreichen Zuschauer eine Woche lang mit viel Einsatz und noch mehr Herzlichkeit. „Ich bin einfach glücklich über das tolle Turnier, aber auch froh, dass die anstrengenden Tage nun zu Ende sind”, zog der fußballverrückte Esser ein positives Fazit. Ein Riesen-Dankeschön schickte der Vorsitzende an seine nimmermüden Helfer. Ob entlang der „Hehlrather Fressmeile”, am Stand des Malteser Hilfsdienstes oder rund um die Turnierorganisation - überall waren emsige Ehrenamtler unterwegs.

Umso unbeschwerter konnten die Kicker ihrem Job nachgehen. Nicht zuletzt, da sich der Platz der Sportfreunde binnen zwei Monaten von einem Sorgenkind in einen wunderbaren grünen Teppich verwandelt hatte. Nicht einmal Ameisen, munkelte man am Tresen des Bierwagens, ließ Guido Esser seit Ende Mai auf dem Rasen krabbeln.

Neben der torreichsten Partie, dem 9:0-Halbfinalerfolg der Dürwisser über Rhenania Lohn, begeisterte vor allem das unterhaltsame Vorrundenspiel zwischen dem FV Eschweiler und der Eschweiler SG. 4:3 hieß es nach 60 Minuten Offensivwirbel für den FV. Bei optimaler Chancenauswertung wäre auch ein 9:8 drin gewesen.

Wird bald später gekickt?

Der Top-Torjäger des vergangenen Jahres, Sven Nowak, konnte seinen Titel jedoch nicht verteidigen. Lediglich mit acht Feldspielern traten die Mannen vom Wetterschacht am Mittwochabend gegen Favorit Dürwiß an und verloren nach couragierter Leistung nur mit 0:4. Der frühe Anstoß war ein Grund dafür, dass Zoran Medic´ Team von Beginn an in Unterzahl antreten musste.

Die Organisatoren überlegen bereits, bei der 20. Auflage der Stadtmeisterschaft die Begegnungen erst um 18.30 Uhr und somit eine halbe Stunde später zu starten. Eine wünschenswerte Änderung im Sinne aller Hobby-Kicker, die vom Arbeitsanzug direkt in die Fußballtrikots schlüpfen.

Titelverteidiger St. Jöris konnte die Vorjahres-Sensation nicht wiederholen. Rudolf Bittins Team muss mit einem runderneuerten Kader zunächst einmal Sicherheit gewinnen.

Nächstes Jahr in Bergrath

Die haben die Preußen aus Hastenrath trotz der deftigen Endspielklatsche bereits. „Willkommen auf der Asche... Die harte Realität hat euch wieder eingeholt!”, begrüßt das Team von Trainer Daniel Grewe seine Gegner auf der Preußen-Homepage. Dass die Kicker um Kapitän Thomas Birtel aber auch auf dem Rasen eine gute Figur abgeben, bewiesen sie vier Spiele lang in Hehlrath. Der A-Liga-Aufsteiger war einer der positiven Überraschungen des Turniers.

Nächstes Jahr rollt der Ball in Bergrath. Die Stürmer werden alles dafür geben, den bisher 1017 erzielten Toren bei 19 Stadtmeisterschaften weitere folgen zu lassen. Reichlich Motivation, den dominanten Dürwissern 2010 mal wieder ein Beinchen zu stellen, sollte bei den elf Konkurrenten der Germania um die Stadtkrone vorhanden sein.
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