Eschweiler - Weniger Zuschuss für den Hertie-Abriss als gedacht

Weniger Zuschuss für den Hertie-Abriss als gedacht

Von: pan
Letzte Aktualisierung:
City Center
Das Land NRW wird für den Abriss des City Centers weniger Geld als bisher angenommen zur Verfügung stellen. Foto: Steindl

Eschweiler. Der Antrag für den Abriss des City-Centers und der Hertie-Immobilie liegt auf dem Tisch, es sind nur noch Kleinigkeiten zu klären. Allerdings ist inzwischen bekannt, dass lediglich 2,063 Millionen Euro in diesem Jahr von der Düssel an die Inde fließen werden.

Diese Summe ist wesentlich geringer als die ursprünglich angegebenen 3,954 Millionen Euro Zuschuss. In der Vorlage für die 11. Sitzung der Kommission für Regionalplanung und Strukturfragen des Regionalrates des Regierungsbezirks Köln heißt es als Begründung nur: „Neuberechnung der Förderung für den Abriss Hertie / City-Center“.

Wie der Technische Beigeordnete der Stadt Eschweiler, Hermann Gödde, am Dienstag mitteilte, habe sich die förderfähige Summe geändert. Man sei im Eschweiler Rathaus zunächst davon ausgegangen, dass der Buchwert des Grundstücks und die Abrisskosten addiert werden und sich daraus die Fördersumme berechnen lasse. Im Düsseldorfer Ministerium für Bauen, Wohnen, Stadtentwicklung und Verkehr verweist man hingegen darauf, dass lediglich die Abrisskosten förderfähig sind, weil der Grundstückseigentümer kurz vorher gewechselt hat.

Dies führt nun dazu, dass sich das Land lediglich mit knapp zwei Millionen Euro beteiligt. Dies hat auch Konsequenzen für den Zuschuss der Stadt, die sich mit zehn Prozent an den förderfähigen Abrisskosten beteiligt, denn auch diese Summe verringert sich nun.

Gödde geht davon aus, dass die neue Fördersumme keine Auswirkungen auf den weiteren Baufortschritt hat. Der Abrissantrag liege vor. Nach einer Begehung in der vorigen Woche müssen noch wenige Unterlagen nachgereicht werden. „Wenn alles vollständig ist, können wir den Antrag schnell bearbeiten“, sagte Gödde.

Um den Abriss und dessen Kosten hat es im Februar und März einigen Wirbel gegeben. Die Stadt bezifferte sie nach Berechnungen einer Fachfirma auf rund 4,7 Millionen Euro, die CDU argumentierte mit einem Schreiben aus dem Jahr 2015, wonach ein Heinsberger Unternehmen mit knapp 1,9 Millionen Euro Abrisskosten rechnete. Als die Union nach den Gründen der Differenz fragte, kam es zum Streit im Stadtrat.

Unter anderem mussten sich die Christdemokraten von der SPD anhören, dass sie das Projekt gefährden würden. Das Ergebnis der bundesweiten öffentlichen Ausschreibung, bei der das günstigste Angebot zieht, ist Grundlage der Förderung. Von den förderfähigen Kosten trägt das Land 80 Prozent, die Stadt zehn. Diese sind deutlich geringer, als zunächst angenommen. Auch das Fassadenprogramm wird vom Land bezuschusst.

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