Weniger Ferien? Entsetztes Nein im Plenarsaal

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Übten sich einige Stunden lang in der Rolle, die Landtagsabgeordneter Stefan Kämmerling (oben, siebter von rechts) tagtäglich innehat: Schüler der Grundschule Kinzweiler.

Eschweiler. 29 Kinder der vierten Klasse der KGS Kinzweiler gingen jetzt, begleitet von ihrer Klassenlehrerin Anna-Kathrin Riedner und der Schulsozialarbeiterin Jessica Jansen, mit dem Bus auf große Tour nach Düsseldorf, wo sie auf Einladung des Landtagsabgeordneten Stefan Kämmerling den Landtag besuchten.

In der Landeshauptstadt am Rhein wurden die Schülerinnen und Schüler begrüßt und in den Plenarsaal des Landtagsgebäudes geführt. Dort nahmen sie auf den Sitzen der Landtagsabgeordneten Platz. Monika Pirron, zuständig für den Besucherdienst im Landtag, erklärte den Kindern die Sitzverteilung, teilte sie in verschiedene Fraktionen ein und schon begann die Simulation einer Plenarsitzung. Selbstverständlich war auch die Ministerpräsidentin Hannelore Kraft anwesend, in deren Rolle die Schülerin Ronja Youssef geschlüpft war.

Tagesordnungspunkt 1: Mehr Unterricht für unsere Schüler – die Leistungen unserer Kinder müssen besser werden. Dazu der Vorschlag des „Abgeordneten Schmitz“: Nur noch sechs Wochen Ferien für das ganze Jahr! Diese Idee wurde in den einzelnen Fraktionen nun heftig diskutiert.

Schließlich forderte die Landtagspräsidentin „Ende der Debatte“ und bat aus jeder Partei einen Sprecher, zum Rednerpult zu kommen und Stellung zu nehmen. „Ich bin empört, dass jemand meint, man könnte so einem Gesetz überhaupt zustimmen!“, ereiferte sich der Schüler Calvin Meyer. Auch die anderen Sprecher ließen kein gutes Haar an diesem Vorschlag. Endlich nahte die Abstimmung. Einstimmig abgelehnt, lautete das Ergebnis.

So eine Plenarsitzung schlägt auf den Magen und macht hungrig. Dies schien Kämmerling geahnt zu haben. Er begrüßte die Eschweiler Gruppe beantwortete zunächst fast 40 Minuten lang geduldig alle Fragen der Kinder, ganz gleich ob aus dem beruflichen oder privaten Bereich: „Wie wird man Landtagsabgeordneter? – Wie oft sind Sie noch in Eschweiler? – Macht die Arbeit Spaß? – Welche Hobbies haben Sie?“ und noch viel mehr, wollten die Kinzweiler Kids wissen. Dann führte Kämmerling die Jungen und Mädchen in einen Nebenraum, wo Getränke, belegte Brötchen und Muffins auf den Verzehr warteten. Natürlich ließ auch Kämmerling, dem das Treffen offensichtlich ebenso viel Freude bereitet hatte wie den Kindern, es sich schmecken, bevor er sich verabschiedete.

Doch damit war der Ausflug nach Düsseldorf noch nicht beendet. Schon nach einer kurzen Wanderung war man am Rheinturm angelangt, mit 240,5 m das höchste Bauwerk der Stadt Düsseldorf. Mit dem Aufzug gelangten die Kinder auf die 170 m hoch gelegene Aussichtsplattform. Bei strahlendem Sonnenschein konnten sie nicht nur auf das Landtagsgebäude, den Medienhafen, die Altstadt oder die Rheinkniebrücke blicken, sondern weit über die Stadtgrenzen hinaus. Ebenso müde wie begeistert kehrten die Kinder am Nachmittag nach Kinzweiler zurück.

„Dies war eine lehrreiche Exkursion kurz vor dem Übergang in weiterführende Schulen!“, freute sich Rektor Gerd Schnitzler, der die Initiative für diesen Besuch ergriffen hatte.

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