Weitere Container für Flüchtlinge am Kraftwerk

Von: Patrick Nowicki
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Eschweiler-Weisweiler. Auch am RWE-Kraftwerk entstehen weitere Unterkünfte für Flüchtlinge. Die dortigen Container, die eigentlich für Mitarbeiter von Fremdfirmen vorgesehen sind, beherbergen derzeit 40 Menschen. Weitere 40 Plätze sollen in den nächsten Wochen dort auf einer zusätzlichen Fläche am Kraftwerk errichtet werden.

Die Stadt plant, weitere Container aufzustellen. Die Mitarbeiter der Fremdfirmen, die im nächsten Jahr die Revision von Braunkohleblöcken vornehmen, sollen woanders auf dem Kraftwerks-Geländes untergebracht werden.

In etwa einem Monat soll die Erstunterbringung auf dem ehemaligen Appellplatz der Donnerbergkaserne in Betrieb gehen. Dort greift man auf Leichtbauhallen zurück, um 500 Menschen eine Unterkunft zu geben, bis sie fest an eine Kommune verwiesen werden. Dort bleiben sie dann für die Dauer des Asylverfahrens. Das auf dem Donnerberg zu nutzende Gebiet umfasst 2,5 Hektar.

In den nächsten Wochen werden die erforderlichen Leitungen gelegt. Zudem muss der Bereich vom Kasernengelände abgetrennt werden. „Die Unterbringung der Flüchtlinge dort ist ja deshalb möglich, weil ein eigener Zugang über die Straße Steinfurt zum Appellplatz besteht“, sagt der zuständige Beigeordnete Stefan Kaever. Die Stadt Solberg sitzt ebenso mit im Boot, wie das Deutsche Rote Kreuz in der Städteregion, das die Unterkunft betreiben wird.

Land und Kommunen konnten sich inzwischen auf eine einfache Abrechnung der Personalkosten bei Erstunterkünften einigen. Bis Ende September entstanden für den Betrieb und die Herrichtung der Unterkunft in der Jahnhalle Kosten in Höhe von 343.000 Euro. Monatlich rechnet die Stadt damit, dass 200.000 Euro bezahlt werden müssen. Während die Sachkosten unmittelbar beglichen werden, überweist die Bezirksregierung für die Personalkosten eine Pauschale. Diese beträgt für Einrichtungen mit 150 Plätzen 20.000 Euro monatlich. Bei einer höheren Belegung, erhöht sich die Pauschale in Schritten um 3250 Euro.

Bürgermeister Rudi Bertram geht davon aus, dass die Sporthallen an der Jahn- und an der August-Thyssen-Straße noch mindestens bis Ende des ersten Quartals 2016 als Flüchtlingsunterkünfte genutzt werden müssen. Der Verwaltungschef betonte, dass die Flüchtlingskrise nicht nebenher zu bewältigen sei. „Beeinträchtigungen sind nicht zu vermeiden. Wir sind nicht überfordert, aber stark gefordert“, sagte er in der Ratssitzung am Mittwochabend. Alle Dienststellen der Stadtverwaltung seien mit dem Thema beschäftigt.

Im Gespräch mit unserer Zeitung hat Bertram schon angekündigt, dass die Stadt in den sozialen Wohnungsbau investieren wolle. Prompt folgte nun ein Antrag der SPD-Fraktion, der in diese Richtung zielt. Die Verwaltung will in Kürze Details nennen. Derzeit sei man auf Suche nach Liegenschaften und Immobilien, teilte Bertram mit. In den vergangenen Jahren hat sich die Stadt von Sozialwohnungen getrennt und größere, in die Jahre gekommene Häuser abreißen lassen, unter anderem am Hastenrather Weg. Die neuen Wohneinheiten sollen im Stadtgebiet verteilt sein.

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