Weisweilerstraße in Dürwiß: Schilder und Displays sollen ausbremsen

Von: rpm
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Eschweiler. Hohes Verkehrsaufkommen, überhöhte Geschwindigkeit, gefährliche Begegnungen: Seit langem sind viele Dürwisser unzufrieden mit der Situation, die sich tagtäglich insbesondere auf der Weisweilerstraße zeigt.

Vor einigen Wochen machte etlichen ihrem Unmut bei einem Bürgerforum der CDU Luft. Jetzt legen die Christdemokraten eine Liste mit Vorschlägen vor, die Abhilfe schaffen sollen.

Dürwiß ist beliebtes Wohngebiet und in den vergangenen Jahren stark gewachsen. Das führt einerseits zu erhöhtem Verkehrsaufkommen, andererseits leben immer mehr junger Familien mit kleinen Kindern hier – vor allem in den Neubaugebieten Verkeskopp I und II. Eine gefährliche Mischung, die es zu entschärfen gilt.

Gemeinsames Schreiben

Die CDU in Dürwiß hat die Anregungen der Dürwisser Bürger aufgearbeitet. In einem gemeinsamen Schreiben von Ortsverbandsvorsitzendem Wilfried Berndt und dem Vorsitzenden der Ratsfraktion, Willi Bündgens, fordert die CDU nun unter anderem eine eindeutige Vorrangregelung am Ortseingang der Weisweilerstraße. Dort wurde zur Verkehrsberuhigung eine Fahrbahnverengung eingerichtet.

„Für diese Verengung ist die Vorrangregelung derzeit nicht durch Verkehrsschilder geregelt“, kritisiert die CDU. Sie schlägt vor, den Vorrang mittels Schildern deutlich zu regeln. Wer den Ort verlässt, soll Vorrang haben; wer in den Ort einfährt, muss an der Engstelle gegebenenfalls warten. „Aus Sicht der CDU sind so die Verkehrsteilnehmer die mit einer hohen Geschwindigkeit auf die Ortseinfahrt zufahren, angehalten zu bremsen. Außerdem wird damit auch ein gewisses Konfliktpotenzial ausgeräumt“, betonen Berndt und Bündgens.

Zudem, so fordert die CDU, soll deutlicher auf das Tempolimit von 30 km/h hingewiesen werden. „Am Ortseingang wird die festgelegte Höchstgeschwindigkeit von 30 km/h im Ort durch ein Verkehrsschild und ein Piktogramm auf der Fahrbahn signalisiert. Aus Sicht der CDU sind beide Kennzeichnungen zu klein. Daher beantragt die CDU das Verkehrsschild durch eine größeres zu ersetzen und das Piktogramm ebenfalls zu erneuern und zu vergrößern.“

Hohe Geschwindigkeit

Damit Fahrer, die aus Richtung IGP kommen, nicht mit hoher Geschwindigkeit das Ortseingangsschild passieren und dann nach wenigen Metern im Tempo-50-Bereich die 30er-Zone erreichen, soll laut CDU schon 500 Meter vor dem Ortseingangsschild ein Schild mit der Regelung Tempo 50 aufzustellen. Damit soll erreicht werden, dass die Verkehrsteilnehmer frühzeitig die Geschwindigkeit reduzieren. Auch „Dialog-Displays“, die Autofahrern ihre tatsächlich gefahrene Geschwindigkeit vor Augen führen, sollen beitragen, dass Fahrer den Fuß vom Gas nehmen.

„Verschiedene Erfahrungsberichte und Studien zeigen, dass funktionierende Dialog-Displays spürbar das Fahrverhalten von Verkehrsteilnehmern beeinflusst. Signalisiert ein solches Dialog-Display, dass der Verkehrsteilnehmer die zulässige Höchstgeschwindigkeit überschreitet, wird in den meisten Fällen die Geschwindigkeit sofort reduziert“, betonen die Christdemokraten. Sie beantragen deshalb, auf der Weisweilerstraße in beiden Fahrtrichtungen ein solches Dialog-Display anzubringen.

Unterstützt werden sollen die geforderten Maßnahmen durch regelmäßige Geschwindigkeitskontrollen, für die Bürgermeister Rudi Bertram sich bei den zuständigen Stellen einsetzen soll. Die jetzt geforderten Änderungen, so die CDU, seien allerdings nur punktuelle Maßnahmen. Um den gesamten Ort und insbesondere die Weisweilerstraße spürbar zu entlasten, sei ein neues Verkehrskonzept notwendig.

Die CDU-Fraktion hat beantragt, im städtischen Haushalt 2017 Mittel einzustellen, um eine Machbarkeitsstudie durchführen zu lassen, in der geprüft werden soll, ob eine zusätzliche Straße, parallel und nördlich der A4 errichtet werden kann. Diese Mittel allerdings wurden bei den Etatverhandlungen aus der Veränderungsliste heraus genommen, da Bürgermeister Rudi Bertram erklärt hatte, sich bei den übergeordneten Behörden wie z.B. Straßen NRW für eine solche Studie einzusetzen.

Wie es um diese Bemühungen steht, will die CDU zeitnah aus dem Bürgermeisteramt erfahren. Zudem beantragt sie, die bisher geforderten Verkehrsberuhigungsmaßnahmen in der nächsten Sitzung des Planungs-, Umwelt- und Bauausschusses als ordentlichen Tagesordnungspunkt zu behandeln und zu beschließen.

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