Eschweiler - Weisweiler Unternehmen vertreibt und wartet Elektrofahrzeuge

Weisweiler Unternehmen vertreibt und wartet Elektrofahrzeuge

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Klein, umweltschonend, kosteneffizient: der Weisweiler Unternehmer Siegfried Suthau jun. Vertreibt und wartet E-Nutzfahrzeuge für Privatwirtschaft und Kommunen. Foto: Paul Santosi
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E-Mobilität auch innerbetrieblich: im Vergleich zu dieselbetriebenen Nutzfahrzeugen die zukunftsorientiertere Alternative. Foto: Paul Santosi

Eschweiler. Wie heißt es doch so schön im Slogan der Stadt Eschweiler? Mit Energie in die Zukunft! Welche Zukunft angesichts des notwendigen strukturellen Wandels in der Region damit gemeint ist, wird sich allerdings noch herausstellen müssen. Ideen, wie sich Energie ökonomisch und ökologisch verträglich einsetzen lässt, sind nach wie vor gefragt, vor allem in den zahlreichen mittelständischen Industriebetrieben der Indestadt selbst. Für mehr Elektromobilität in Kommunen und Firmen plädiert Siegfried Suthau jun. aus Weisweiler.

Das im Jahre 1964 als Transportfirma gegründete Unternehmen Suthau betätigt sich in der Industrie-Montage und –Demontage, in der Kühlturmsanierung, im Industrieservice sowie der Bau- und Maschinenschlosserei. Im Jahre 2014 warf Suthau einen kritischen Blick auf seinen Fuhrpark und erkannte die Chancen der E-Mobilität für sich selbst: „Wir hatten einige 3,5-Tonner-Fahrzeuge im Fuhrpark, deren Kosten-Nutzen-Relation sich im Kurzstreckenbereich leider besorgniserregend entwickelte. Damals kamen wir auf die Idee, uns ein erstes gebrauchtes E-Nutzfahrzeug zu kaufen. Eine Idee, die sich bis heute bezahlt macht.“

„Ein tolles Gefühl“, wie Siegfried Suthau jun. versichert. „Im Gegensatz zum Benzin- oder Dieselfahrzeug treten Wartungsprobleme erstmal nicht mehr auf. Schlüssel rumdrehen, fahren und über Nacht das Fahrzeug ganz normal an der 220-Volt-Steckose aufladen – einfacher geht’s wirklich nicht. Für den innerstädtischen oder den innerbetrieblichen Verkehr unschlagbar. So ein Fahrzeug liefert in der Regel mit einem sechs- bis achtstündigen Ladevorgang eine Reichweite von 80 bis 100 km und erzeugt für diese Nutzstrecke Kosten von etwa 2,50 bis 3 Euro. Legen Sie das mal vergleichsweise auf ein Dieselfahrzeug um.“

Bis zu 700 kg Nutzlast seien für ein verhältnismäßig kleines E-Nutzfahrzeug überhaupt kein Problem. Hier und da werden etwas Bremsflüssigkeit oder etwas Getriebeöl benötigt, während konventionelle Brennstoff-Motoren vor allem im innerbetrieblichen Kurzstreckenverkehr natürlich ganz andere Macken haben können. „Sieht man dann noch auf die zurzeit noch geltende Steuerbefreiung und die relativ geringen Versicherungskosten, dann erschließt sich schnell, wie sinnvoll E-Mobilität durchweg ist“, argumentiert Suthau. Das erste Fahrzeug habe man auf dem Betriebsgelände, auf Baustellen und in den eigenen Hallen eingesetzt. „Wir waren wirklich positiv von der Vielseitigkeit überrascht. Das Fahrzeug ist sparsam, wirtschaftlich und schont die Umwelt. Vor allem die hohe Nutzlast und das Ladevolumen sind entscheidende Vorteile.“

Die guten Erfahrungen aus den ersten Versuchen wandelte der Unternehmer in ein Geschäftsmodell um, als er in diesem Jahr Vertrieb und Service für einen namhaften französischen Hersteller von E-Nutzfahrzeugen übernahm: „Leider ist die Hemmschwelle bei potenziellen Kunden immer noch hoch und die Vorurteile gegenüber E-Fahrzeugen nehmen nur langsam ab.“

Immerhin meldeten sich in den vergangenen Monaten aber bereits Interessenten in Weisweiler, darunter nicht nur privatwirtschaftliche Unternehmen, sondern auch Vertreter von Kommunen aus der Region. „Die Anwendungsmöglichkeiten für die kleinen, wendigen Flitzer in Städten reichen von Stadtreinigungsaufgaben, über den Landschafts- und Gartenbau bis hin zum Einsatz auf Friedhöfen oder sehr speziellen Nutzungen, wie etwa als Feuerwehr-Mobil in historischen Altstädten oder Freizeitparks“, berichtet Siegfried Suthau.

Kritiker mögen anführen, dass alle E-Mobile nur dann wirklich Sinn ergeben, wenn auch deren Energie an Ladesäulen angezapft wird, die ihrerseits mit Strom aus erneuerbaren Energien gespeist werden. Das sieht Siegfried Suthau jun. natürlich prinzipiell auch so. Allerdings führt er an, dass man ja schließlich auch mal irgendwo anfangen müsse, gute serienreife und marktnahe Ideen umzusetzen, die ihren Beitrag zu Umwelt- und Arbeitsschutz schon heute leisten könnten.

Mit seinem E-Nutzfahrzeug-Handel und –Service glaubt er jedenfalls, bereits jetzt ein gutes Stück Zukunftsorientierung für Betriebe und Kommunen der Region anbieten zu können.

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