Wehr zeigt sich von ihrer besten Seite

Von: Irmgard Röhseler
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Die Feuerwehr hautnah: Bei einem „Tag der offenen Tür“ präsentierten die Retter ihre eindrucksvolle Arbeitund verwandelten die Wache am Florianweg in ein großes Ausstellungs- und Informationszentrum. Foto: I. Röhseler
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Die Besucher konnten hier für einige Stunden in die Haut eines Feuerwehrmannes schlüpfen. Foto: I. Röhseler

Eschweiler. Bei der Feuerwehr hat’s aber am Sonntag richtig gebrannt. Im positiven Sinne natürlich. Anlässlich des 125-jährigen Bestehens hatte die Freiwillige Feuerwehr der Stadt Stadt Eschweiler zu einem „Tag der offenen Tür“ eingeladen und konnte sich vor Besucher kaum retten.

Wer um die Mittagszeit den Rettern über die Schulter schauen wollte, musste schon etwas Geduld aufbringen, denn im Umkreis von 500 Metern war kein Parkplatz mehr zu finden. Stadtbrandinspektor und Feuerwehrchef Harald Pütz hatte gut Lachen: „Das Interesse der Bevölkerung ist enorm. Seit heute Mittag strömen wahre Menschenmassen zu uns.

Das freut uns natürlich sehr, vor allem auch weil sehr viele junge Menschen großes Interesse bekunden. Das lässt hoffen, dass viele von ihnen künftig den Weg in die Jugendfeuerwehr finden. Denn Nachwuchs wird immer gebraucht!“

Rund 230 Feuerwehrmänner und –frauen hatten tags zuvor die gesamte Feuerwache „umgekrempelt“, die Fahrzeughalle in eine große Cafeteria verwandelt, den stolzen Fuhrpark vor den Hallen ausgestellt, den Festsaal auf der ersten Etage in ein Informationszentrum verwandelt, über 70 Kuchen gebacken, etliche hundert Liter Getränke herangeschafft, Theken aufgebaut und und und…

Und auch hier zeigte sich wieder einmal, wie fix die Retter arbeiten. Denn innerhalb weniger Stunden war alles perfekt für den großen Ansturm. Zum Auftakt zelebrierten der katholische Pfarrer Hannokarl Weishaupt und der evangelische Pfarrer Dieter Sommer einen ökumenischen Gottesdienst in der Feuerwache und segneten anschließend ein neues Hilfeleistungsfahrzeug ein, bevor dann um 10 Uhr die Tore geöffnet wurden und die Feuerwehr ihren Gästen spannende und interessante Aktionen präsentierte.

Musikalisch begleitet vom Musikzug und Spielmannszug der Freiwilligen Feuerwehr startete die Wehr in einen Tag, der die Arbeit der Retter eindrucksvoll vorstellte. Die Besucher zeigten sich begeistert und verweilten zum größten Teil über viele Stunden auf dem Feuerwehrgelände am Florianweg.

Die Feuerwehrleute simulierten im Stundentakt Zimmer- und Wohnungsbrände mit Menschenrettung und zeigten eindrucksvoll, wie sie verletzte Personen beispielsweise aus hohen Gebäuden und aus Unfallfahrzeugen retten. Bei diesen simulierten Szenarien wurde so manchem Zuschauermulmig zumute. Denn hier konnte man sehen und geradezu spüren, wie gefährlich die Arbeit der Feuerwehr doch oft ist. Die Retter sind zwar für den Ernstfall bestens ausgebildet, doch die Gefahr selbst verletzt zu werden, ist für die die Feuerwehrleute ein ständiger Begleiter.

Nach soviel „Aufregung“ brauchten die Besucher erst einmal etwas „Erholung“. Auch dafür hatte die Feuerwehr bestens gesorgt: so konnte man sich an zahlreichen Getränkeoasen erfrischen, Grillwürstchen verspeisen und in der Cafeteria bei einem Tässchen Kaffee und einem leckeren Stückchen Torte verweilen, bevor es zum „nächsten Einsatz“ ging. Langeweile kam hier nicht auf.

Bei stündlichen Führungen durchs Haus hatte man die sonst so seltene Gelegenheit die Einsatzzentrale, die Atemschutzübungsstrecke und die Werkstätten Atemschutz, Schlauchwäsche und Technik zu besichtigen. Dazu gab es wertvolle Tipps zur Brandverhütung, Informationen zu Rauchmeldern und zur Brandschutzerziehung und –aufklärung.

Mit Unterstützung von Notärzten des St.-Antonius-Hospitals demonstrierten die Feuerwehrleute Erste-Hilfe-Maßnahmen. Hier konnten die Besucher unter Anleitung an einer EKG-Simulationspuppe selbst lebensrettende Handgriffe erlernen. Eine atemberaubende Vorstellung gab es auch vom Rettungshubschrauber Christoph Europa 1, der eigens für die Besucher auf dem Gelände am Florianweg landete.

Schwer aktiv zeigte sich auch die Jugendfeuerwehr, die der aktiven Wehr eifrig nacheifert. Die Jungen und Mädchen präsentierten unter anderem Löscharbeiten bei einem imaginären Feuer an den Bahngleisen. Fazit: Es war ein rundum gelungener Tag für Jung und Alt, denn auch nur ansatzweise einmal in die Haut eines Feuerwehrmannes bzw. einer Feuerwehrfrau zu schlüpfen, war schon ein tolles Erlebnis.

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