Wegen Schächten im Erdreich: Neue Kita am Grünen Weg

Von: Patrick Nowicki
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Die Kletterwand am Spielplatz Indestraße muss der neuen Kita weichen.Dort wird eine fünfgruppige Einrichtung gebaut. Foto: Patrick Nowicki

Eschweiler. Am Sportplatz Patternhof wird kein neuer Kindergarten gebaut, stattdessen plant die Verwaltung, eine fünfgruppige Einrichtung am Grünen Weg zu errichten. Finanziell hat dies kaum Auswirkungen: 2,5 Millionen Euro soll der Bau kosten.

Allerdings verschiebt sich die Eröffnung um wenige Monate. Die Pläne mussten geändert werden, weil Probebohrungen am Patternhof ergaben, dass das Gelände nicht einfach zu erschließen ist.

„Wir mussten schnell reagieren, weil der Bedarf an Kindergartenplätzen für über Dreijährige vorhanden ist“, sagt Stadtkämmerer Stefan Kaever. Wie schon am Patternhof vorgesehen, greift die Stadtverwaltung auf die Pläne für die Kita am Ringofengelände zurück. Dadurch reduzieren sich die Planungskosten um 50 Prozent, wie der Technische Beigeordnete Hermann Gödde bestätigt. Für den Bau muss allerdings die Fläche des Kinderspielplatzes an der Inde­straße verringert werden. Alternativ sollen Spielgeräte für ältere Kinder an den Skaterpark gesetzt werden. Details will die Stadtverwaltung heute in der Sitzung des Jugendhilfeausschusses präsentieren.

Der Bau des Kindergartens am Patternhof wäre deutlich teurer geworden und hätte auch mehr Zeit in Anspruch genommen. Bei den Untersuchungen am Patternhof stießen die Planer auf unterirdische Schächte und Betonplatten. Es stellte sich heraus, dass sich dort früher eine Mühle befunden hat, die mit Wasser aus der dort mäandrierenden Inde gespeist wurde. Zudem befand sich bis Ende des 19. Jahrhunderts dort eine Fabrik. Welche Altlasten sich dort im Boden befinden, müsste genauer untersucht werden – aber die Zeit drängte. Deswegen entschied man sich kurzerhand dazu, am Grünen Weg zu bauen.

Dass die Verwaltung schnell beio der Suche nach einem neuen Grundstück fündig wurde, hat einen guten Grund: Man habe das städtische Areal am Grünen Weg schon als Optionsfläche im Auge gehabt, sagt Stefan Kaever. Allerdings erst für einen Kita-Bau zu einem späteren Zeitpunkt.

Mit dem Baustart ist in wenigen Monaten zu rechnen. Die rechtlichen Voraussetzungen für den Kita-Bau sind im Bebauungsplan schon gegeben. Dadurch kann die Planungsphase weiter verkürzt werden. „Wir werden den Bauantrag kurzfristig stellen“, teilt Hermann Gödde mit. Im Rathaus geht man davon aus, dass die ersten Kinder zum Kindergartenjahr 2017/18 dort betreut werden können. Die BKJ (Betreuungseinrichtungen für Kinder und Jugendliche) der Stadt Eschweiler übernimmt die Betrieb, Bauherrin ist die Strukturfördergesellschaft der Stadt. In der Übergangsphase nehmen die Kitas an der Jahnstraße, am Hastenrather Weg und Johanna-Neuman-Straße mehr Kinder auf.

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