Wasserstandsmeldungen gibt es übersichtlich im Internet

Von: Sarah Maria Berners
Letzte Aktualisierung:

Eschweiler. Das Hochwasser hält die Stadt und die Region in Atem. Damit Feuerwehren, Kommunen und Bürger sich über die Entwicklung der Pegelstände informieren kann, betreiben das Landesamt für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz des Landes Nordrhein-Westfalen (Lanuv NRW) und die Wasserverbände Pegel an oberirdischen Gewässer.

Der Eschweiler Inde-Pegel steht seit 1966 im Bereich Bendenmühle bei Nothberg und damit in der Meldestufe 2, der zweithöchsten Meldestufe. Wenn es hier Hochwasser gibt, sind nicht mehr nur Wiesen, Auen und Äcker betroffen.

Mittlerweile sind die Pegel mit technischen Geräten zur Datenfernübertragung ausgestattet. „Diese Technik erlaubt es, die Wasserstände der Pegel automatisiert zur Messzentrale zu übertragen”, sagt Bernd Mehlig, beim Lanuv zuständig für den hydrologischen Messdienst. Seit mehr als zehn Jahren gibt es diese Form der Datenübertragung. „Sie ist für uns die Möglichkeit, möglichst schnell an Daten der weit verstreutem Pegel zu gelangen”, so Mehlig. Die Idee, die Daten unmittelbar ins Netz zu stellen war nicht mehr weit.

Jede Viertelstunde wird von den Pegeln ein neuer Messwert übermittelt. Allerdings dauert es ein wenig länger, bis die aktuellen Daten vom Nutzer im Internet abgerufen werden können. Die Pegeldaten erreichen den Nutzer erst mit 60 bis 90 Minuten Verspätung. Diese Verzögerung ist nach Angaben des Lanuv durch technische Übertragungen bedingt. „Eine Echtzeitübertragung wäre natürlich wünschenswert”, sagt Mehlig. Für Kommunen und damit auch Feuerwehren und THW gibt es die Daten unmittelbar.

Entwicklung des Hochwassers

Eine interessante Funktion sind die Diagramme, in denen die Daten übersichtlich dargestellt werden (Tages-, Monats- und Jahresverlauf). „Im Internet ist keine Grafik hinterlegt. Die Diagramme werde mit dem Aufrufen der Seite erzeugt”, erklärt der Fachmann für Hochwasserschutz. Damit würden die Daten möglichst schnell übersichtlich dargestellt.

So konnte man die Entwicklung des Hochwassers beobachten. Ab Mittwochabend um 20 Uhr stieg der Pegel der Inde rasant an. Schon in der Nacht, um 4 Uhr, wurde der Warnwert 1 überschritten, Mittwochmorgen um kurz nach 8 Uhr ging die Linie schon über Warnstufe 2. Die Grafiken zeigen auch, dass Warnstufe 1 im vergangenen Jahr nicht erreicht wurde.
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