Wasserfreunde Delphin Eschweiler mit „Kampf im Wasser“

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Sorgen im Wasser für Furore: die Wasserballer der Wasserfreunde Delphin. Foto: Simon Münstermann

Eschweiler. Die Wasserballabteilung der Wasserfreunde Delphin Eschweiler setzt auf Jugendarbeit, um die sportliche Entwicklung dieser traditionsreichen Wassersportart in Eschweiler zu sichern. Wasserball ist eine sehr körperbetonte und athletische Sportart, in der es auf schwimmerisches Können, Ballbeherrschung und Durchsetzungsfähigkeit ankommt und die in der Indestadt eine lange Tradition aufweist.

Wasserball hat sich in den vergangenen Jahrzehnten vom „Kampf im Wasser“ dank diverser Regeländerungen zu einem sehr schnellen, athletischen Spiel weiterentwickelt, das hohe Anforderungen an die Schnelligkeit im Wasser und die Ballbehandlung stellt.

Dominanz des Fußballs

In Zeiten der Dominanz des Fußballs, der Schließung vieler Bäder und der allgemeinen Beeinträchtigung des Vereinssports durch den schulischen Ganztag ist es nicht leicht, das sportliche Niveau solcher Randsportarten zu halten, teilt der Verein mit.

Die Eschweiler Delphine begegnen diesen Herausforderungen mit intensiver Jugendarbeit in einer gemischten Jugendgruppe ab zehn Jahren. Unter Anleitung der Trainer Ann-Kathrin Mertens und Lukas Gosciniak trainieren die Jugendlichen einmal wöchentlich in der Jahnhalle und starten als gemischte U13-Jugendmannschaft in der Bezirksliga Aachen. In ersten Meisterschaftsspielen konnten sich die Delphine bereits gegen Gegner aus Übach-Palenberg und Aachen behaupten und teilweise hohe Siege einfahren. Ihre Motivation holen sich die jungen Wasserballer zum Beispiel beim Besuch von Bundesligaspielen.

So sahen sie zuletzt die Damen-Bundesligabegegnung zwischen Bayer Uerdingen und Blau-Weiß Bochum und waren begeistert vom Können und dem Spielfluss der „Profis“. Gerade die Wasserball-Mädchen haben bereits auf Landesebene bei Sichtungsturnieren Aufmerksamkeit erregt und so besuchte in der vorigen Woche die Jugend-Landestrainerin Frauenwasserball des Schwimmverbands Nordrhein-Westfalen; Heike Voss, die Eschweiler Jahnhalle, um sich die sportliche Entwicklung und die Trainingsmöglichkeiten aus der Nähe anzusehen.

Das Gasttraining kam bei den Kindern sehr gut an, die sich besonders anstrengten – auch weil parallel die ehemalige Eschweiler Wasserballerin Birgit Kempen ihre alte Trainingsstätte besuchte. Die langjährige Bundesliga- und Nationalmannschaftsspielerin war denn auch beeindruckt von der Motivation des Wasserball-Nachwuchses.

Die Landestrainerin sagte auch prompt zu, die Indestadt wieder zu besuchen und lud die Eschweiler Delphine zu einem Landes-Jugendlehrgang ein.

Die intensive Jugendarbeit zahlt sich auch bei den erwachsenen Wasserballern aus, die ebenfalls als gemischte Mannschaft in der Bezirksliga starten und nach einer schwierigen Vorrunde die Play-offs erreicht haben. Am vergangenen Dienstag empfingen sie als Viertplatzierte im ersten Halbfinalspiel in der Jahnhalle den Tabellenführer aus Aachen. Spielertrainer Lukas Gosciniak sah die Favoritenrolle vor Spielbeginn denn auch klar bei den Aachenern: „Die Vorrundenplatzierungen sprechen für sich und wir müssen verletzungsbedingt auf einen Stammspieler verzichten. Wir werden es unseren Gegner aber so schwer wie möglich machen und in der Jahnhalle ist immer eine Überraschung drin!“ So motiviert, begannen die Eschweiler hoch konzentriert und verteidigten stark und erarbeiteten sich gute Torchancen, konnten aber auch zwei Überzahlsituationen nicht nutzen. Aachen war in Überzahl effizienter und so gelang den Delphinen erst kurz vor Ende des Viertels der erste Treffer von Centerspieler Sebastian Münstermann.

Torhüter in Topform

Im zweiten Viertel setzen sich die Eschweiler im Angriff sowohl über den Center als auch über die Flügelspieler wiederholt durch, drehten das Spiel und beendeten die erste Hälfte mit 6:4. Die Delphine überzeugten auch in der zweiten Hälfte mit konsequenter Verteidigung, ließen nur wenige Torschüsse zu und bauten die Führung weiter aus. Zudem zeigte sich Stammtorhüter Gennadi Sandakow in Topform, hielt sogar Fünf-Meter-Strafstöße sicher und ließ die Gegner aus Aachen verzweifeln. Insgesamt lieferten die Delphin-Wasserballer das beste Spiel der laufenden Saison und freuen sich auf das Rückspiel in Aachen.

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