Was spielt der Sprössling da eigentlich auf dem PC?

Von: tim
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Die Teilnehmer der „Eltern-Lan“ hatten sichtlich großen Spaß dabei, sich selber einmal durch virtuelle Spielwelten zu bewegen. Foto: Timo Müller

Eschweiler. Viele Menschen stehen der Faszination, die vor allem Kinder und Jugendliche für digitale Spielwelten aufbringen, ratlos gegenüber. Auf einer „Eltern-Lan“ in der Stadtbücherei Eschweiler konnten sich Interessierte am Mittwoch über die Inhalte und Wirkungen virtueller Spielwelten informieren, und auch zugleich selber erste spannende Computerspielerfahrungen machen.

Dazu hatten Matthias Uzunoff und Horst Polmann von der Bundeszentrale für politische Bildung rund ein Dutzend Laptops mitgebracht und diese zum gemeinsamen Spielen miteinander zu einem „Local Area Network“ (LAN), also zu einem lokalen Netzwerk, miteinander verbunden.

Doch bevor gespielt wurde, lauschten die Besucher erst einmal einem interessanten Vortrag, in dem auf die Geschichte von Computerspielen eingegangen wurde. Von dem 1972 erschienenen „Pong“, welches einem Tennisspiel gleicht und als Urvater der Videospiele gilt, über den Taktikshooter-Klassiker „Counter Strike“ aus dem Jahr 2000, bis hin zu moderneren Titeln, wie dem kreativen Abenteuerspiel „Minecraft“ ging die Reise durch Computerspielhistorie.

Dabei gingen Polmann und Uzunoff auch auf die Gefahren von Computerspielen ein. So machten sie ihre Zuhörer auf Kostenfallen bei angeblichen „Free to Play“-Spielen, also Gratisspielen, aufmerksam. Diese beinhalten meistens die Option, sich für kleine Beträge sogenannte Spielitems, zum Beispiel Rüstungen, Waffen oder anderes Zubehör, welches die Spielfigur gerade braucht, zu kaufen. Dabei geben die Gamer meist insgesamt mehr Geld aus als für Spiele, für die man nur beim Kauf selbst bezahlt. Dazu fallen bei einigen Games, wie bei dem weltweit beliebten „World of Warcraft“, häufig monatliche Kosten an.

Doch neben den Kosten war vor allem auch das Suchtpotential ein Thema, auf das besonders eingegangen wurde. So riefen die Mitarbeiter der Bundeszentrale für politische Bildung die Eltern dazu auf, genauer auf die Spielzeiten ihrer Kinder zu achten, und zeigten Anzeichen für eine Spielsucht auf. Auch die in der Vergangenheit teils hysterisch geführte „Killerspiel“-Debatte stand auf der Agenda, die jedoch von den Experten mit größter Sachlichkeit behandelt wurde.

Nach dem Vortrag durften die Eltern dann endlich selbst zu Maus und Keyboard greifen. Zuerst versuchten sie sich bei „Trackmania“, einem rasanten Autorennen, später spielten sie „Call of Duty 4: Modern Warfare“, einen atmosphärischen Taktik-Shooter. Nach dem schnellen Erlernen der Steuerung hatten die Amateur-Spieler sichtlich großen Spaß, sich durch die virtuellen Welten zu bewegen und können das Hobby ihres Nachwuchses nun sicherlich ein wenig besser nachvollziehen und einschätzen.

Weitere Informationen zu den „Eltern-Lan-Partys“ finden Sie im Internet unter www.Eltern-Lan.Info.

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