Eschweiler - Was der arme Fischer Marco mit Fronleichnam zu tun hat

Was der arme Fischer Marco mit Fronleichnam zu tun hat

Von: jlm
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Gemeinsam zog die Gemeinde St. Peter und Paul zum Fronleichnamsfest mit dem Allerheiligsten durch die Stadt. Foto: Julia Meuser-Romano

Eschweiler. „Wir tragen kein Maskottchen durch die Gegend“, erklärte Pfarrer Michael Datené seiner Gemeinde in der Pfarrkirche St. Peter und Paul am Fronleichnamsfest am Donnerstag, ebenfalls am Altar gestaltet von Pfarrer Christoph Graaff, Diakon Bernhard Habermeyer und Kaplan Andreas Züll. Doch worin genau liegt denn die Besonderheit dieses hohen christlichen Festes und der anschließenden Prozession durch die Stadt?

Als Gleichnis

Während die Kinder zur Kinderkatechese im Turm der Kirche geladen waren, half er den Gläubigen mit einer Geschichte auf die Sprünge. Ein Fischer mit dem Namen Marco hatte den Beschluss gefasst, seine Familie – für eine kurze Zeit – zu verlassen und in einer entfernten Stadt eine Anstellung zu suchen, um sie ernähren zu können. Die Stadt lag zwei Busstunden entfernt und es war ungewiss, wie lange Marco nach einem Job suchen würde und wann er seine Familie nachholen könnte. Er wollte ihnen etwas da lassen, dass sie an ihn erinnert, jedoch natürlich auch als Erinnerung an sie etwas mitnehmen.

„Was würden wir mitnehmen?“, fragte der Pfarrer. Ein Handy, um jederzeit anzurufen, käme bei solch ärmlichen Verhältnissen wohl eher nicht in Frage. Ein Kuscheltier? Oder doch ein Foto? Abends, als die Familie beim letzten gemeinsamen Abendbrot zusammen saß, versprachen sie sich dann, immer wenn sie Brot essen würden, intensiv aneinander zu denken.

„Jesus hinterlässt ein ähnliches Zeichen im Abendmahl“, zog Pfarrer Datené die Verbindung zur Eucharistie, jedoch sei etwas Entscheidendes anders. Hier sind es nicht bloß Brot und Wein, sondern Christus selbst – statt eines Maskottchens würden sie nämlich gleich das Allerheiligste in die Stadt hinaus tragen und über die Tatsache jubeln, dass er gegenwärtig ist. „Er ist hier, er ist in unserer Mitte!“

Im Anschluss an den Gottesdienst zog die Prozession zunächst über die Parkstraße und die Peter-Paul Straße zur ersten Station, dem Kindergarten St. Theresia. Dort erhielten die Gläubigen den ersten Segen, Kinder der Einrichtung sangen dazu ein stimmungsvolles Lied.

Gemütliches Beisammensein

Gemeinsam zogen die Gläubigen dann weiter zur Jülicher Straße, über die Hehlrather Straße und Reuleauxstraße zum Haus St. Josef, der zweiten Station, von wo aus es dann zur Liebfrauenschule ging. Dort erhielten die Teilnehmer der Prozession den Abschlusssegen. Die Pfarre lud im Anschluss daran zum gemütlichen Beisammensein ein.

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