Eschweiler - Wann gibt es im Rathaus fair gehandelten Kaffee?

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Wann gibt es im Rathaus fair gehandelten Kaffee?

Von: Tobias Röber
Letzte Aktualisierung:
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Ein paar Stufen müssen noch erklommen werden, bis sich Eschweiler Fairtrade-Stadt nennen darf. Foto: Tobias Röber

Eschweiler. Es ist gut ein Jahr her, als der Sozial- und Seniorenausschuss beschloss, Eschweilers Bewerbung als Fairtrade-Stadt zu unterstützen. Seitdem ist es ruhig um dieses Projekt geworden. Fairtrade-Stadt darf sich Eschweiler noch nicht nennen. Das soll sich in diesem Jahr ändern.

Die Projektverantwortlichen im Rathaus, Stadtsprecher René Costantini und Sozialamtsmitarbeiter Peter Toporowski, wollen die Initiative in den kommenden Wochen weiter vorantreiben.

Fünf Kriterien gilt es auch in der Indestadt zu erfüllen (siehe Infobox). Den Ratsbeschluss als erstes Kriterium gab es im vorigen Jahr und auch die Steuerungsgruppe wurde gegründet. Neben Costantini und Toporowski gehören ihr Klaus-Dieter Bartholomy als Vertreter des Citymanagementvereins und Marc Lersch als Vertreter des Wirtevereins an.

Das dritte Kriterium in der Liste hat die Stadt noch nicht erfüllt. Aufgrund der Einwohnerzahl müssen in Eschweiler mindestens zwölf Geschäfte und sechs Gastronomiebetriebe jeweils mindestens zwei Fairtrade-Produkte anbieten. Da auch große Ketten, die ohnehin Fairtrade-Produkte im Sortiment haben, dazugezählt werden, sind bereits genügend Geschäfte dabei. Allerdings betonen Costantini und Toporowski, dass vor allem auch der lokale Einzelhandel eingebunden werden solle.

Die beiden haben die Erfahrung gemacht, dass persönliche Gespräche am besten fruchten. In diesen wird immer wieder klar, dass es immer noch vor allem um eines geht: Sensibilisierung. „In vielen Köpfen wird Fairtrade noch mit dem Prädikat ‚teuer‘ gleichgesetzt. Das stimmt aber nicht“, sagt Costantini. Er bemerke jedoch ein Umdenken, auch bei der jüngeren Generation, die immer bewusster einkaufe. Was noch fehlt, sind ausreichend Gastronomen, die Fairtrade-Produkte auf ihre Karten setzen.

Im Rathaus will man – sobald genügend Geschäfte und Gastronomiebetriebe gefunden sind – ebenfalls „als Vorbild vorangehen“, erklärt Costantini. Muss die Stadt auch, gehört dies doch ebenfalls zu den zu erfüllenden Kriterien. Auch im städtischen Seniorenzentrum soll das umgesetzt werden, betont Peter Toporowski.

Die Steuerungsgruppe hofft nun, dass sich Gastronomen und Geschäftsinhaber melden. Sie sehen das Label Fairtrade, das dann auch von außen sichtbar an den jeweiligen Läden angebracht wird, als Gütesiegel und somit Werbung.

Wie es gehen kann, zeigt die Bischöfliche Liebfrauenschule. Sie ist bereits Fairtrade-Schule – seit dem 30. November 2013. Die Startschwierigkeiten und vor allem Vorurteile kennen die Schüler und Lehrer dort nur zu gut. Inzwischen ist das Projekt fest in den Schulalltag integriert und akzeptiert. In der Steuerungsgruppe der Stadt Eschweiler soll aus diesem Grund künftig ein Vertreter der Schule mitwirken.

Bis zum Sommer – so hoffen Costantini und Toporowski – kann die Bewerbung an die zuständige Organisation Transfair übergeben werden. Transfair ist ein gemeinnütziger Verein, der nicht selbst mit Waren handelt, sondern das Fairtrade-Siegel vergibt und so das Bewusstsein für einen nachhaltigen Konsum fördern möchte. Rund acht Wochen dauert es nach Einreichen der Bewerbung bis zur Entscheidung, einige weitere Wochen vergehen dann bis zur Auszeichnungsfeier. Eschweiler wäre dann nach Aachen die zweite Stadt in der Region, der diese Auszeichnung zuteil wird.

Nach zwei Jahren wird geprüft, ob noch alle Kriterien erfüllt sind und der Titel Fairtrade-Town noch gültig ist. Hierfür muss über den Stand der Kriterien berichtet werden. Die Steuerungsgruppe erhält rechtzeitig eine Erinnerungsmail mit den nötigen Informationen zur Titelerneuerung.

Vorher muss die Stadt aber zunächst einmal alle Kriterien erfüllen und den Titel erstmalig verliehen bekommen. Potenzielle Teilnehmer können sich an die Stadt Eschweiler wenden: Telefon 71-558.

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