Eschweiler - Wallfahrt zur Schmerzhaften Mutter: Im Gedenken an das Jahr 1866

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Wallfahrt zur Schmerzhaften Mutter: Im Gedenken an das Jahr 1866

Von: ran
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Auf den Spuren einer gut 150 Jahre alten Tradition: Gläubige der Gemeinde St. Cäcilia Nothberg der Pfarre Heilig-Geist ziehen den Rosenkranz betend von Bohl-Volkenrath nach Bergrath. Foto: Andreas Röchter

Eschweiler. Der erste Sonntag im Oktober des Jahres 1866 sollte für die Einwohner des Wallfahrtsortes Nothberg sowie die Menschen der Umgebung ein denkwürdiges Ereignis bereithalten: Laut der Chronik der Pfarrgemeinde St. Cäcilia kamen 5000 Gläubige zusammen, um gemeinsam mit Pfarrer Josef Hennes eine feierliche Fußprozession mit dem Gnadenbild der schmerzhaften Mutter abzuhalten.

Der Grund war allerdings furchtbar. Eine Folge des preußisch-österreichischen Kriegs (Juni bis August 1866) war der Ausbruch der Cholera. Die Seuche forderte auch im Raum Eschweiler Todesopfer. Im Nachklang der Prozession strömten in den folgenden Wochen weiterhin zahlreiche Menschen aus Nothberg und der Umgebung zum Gnadenbild der schmerzhaften Mutter. Eine weitere Ausbreitung der Cholera fand nicht statt, weitere Opfer waren nicht mehr zu beklagen.

In den Folgejahren fand die Prozession weiterhin am ersten Oktobersonntag statt. Später hielt die Pfarre unter großer Anteilnahme der Gläubigen jährlich die Prozession durch den gesamten Pfarrbezirk am Sonntag nach Mariä Himmelfahrt ab.

151 Jahre nach der ersten Prozession kamen nun am Samstag nach Mariä Himmelfahrt nicht 5000 Menschen zusammen, um, den Rosenkranz betend, von der Pfarrkirche St. Cäcilia in Nothberg durch den Seelsorgebezirk nach Bohl-Volkenrath und Bergrath zu ziehen, doch 18 Christen nahmen die Gelegenheit wahr, die Tradition aufrecht zu halten und ihren Glauben zu bezeugen.

Am Ziel angekommen, zogen die Pilger in das Gemeindezentrum der Freien evangelischen Gemeinde ein, wo Pfarrer Guido Mönchhalfen die Messe zelebrierte, während der unter anderem zwei Täuflinge in die Gemeinde aufgenommen wurden.

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