Wallfahrt nach Kevelaer: 108 Kilometer Fußweg

Letzte Aktualisierung:
15219395.jpg
17 Neupilger nahmen die Strecke zum niederrheinischen Wallfahrtsort in der vergangenen Woche unter die Füße. Foto: Franz-Josef Dittrich
15219920.jpg
Kamen wohlbehalten aus Kevelaer wieder in Eschweiler an: die indestädtischen Fußpilger. Foto: Paul Santosi

Eschweiler. Dass eine Fußwallfahrt nach Kevelaer durchaus noch den Zeitgeist trifft, bewiesen nun über 120 Pilger aus Eschweiler. Sie kehrten am Samstagnachmittag zurück und wurden von ihren Freunden und Familien an der Pfarrkirche St. Peter und Paul mit großem Beifall empfangen.

Franz-Josef Dittrich zog nun ein positives Fazit: „Es war eine gute Wallfahrtswoche, die geprägt war vom Beten mit Füßen, vom Gemeinschaftssinn und von einer großen Freundschaft untereinander.“ Der Präses der Wallfahrt, Pfarrer Michael Datené, habe mit seinem Wallfahrtsthema „Ich sehe etwas, was Du nicht siehst“ den Nagel auf den Kopf getroffen.

Die Pilger sahen und erlebten eine Fußwallfahrt voller großartiger Eindrücke, aber auch vieler nachdenklicher Gedankenanstößen. „Pilgern heißt gehen und erleben, aber auch neue Sehmomente zuzulassen“, schildert Dittrich. Das Pilgern mit der Kevelaer Bruderschaft Eschweiler zu Maria, der Trösterin der Betrübten, könne man nicht beschreiben, dies müsse man einmal betreiben.

17 Neupilger dabei

Die Gruppe aus Eschweiler, bestehend aus zu Fuß und mit dem Bus anreisenden Tagespilgern haben sich aufgemacht, um über Floßdorf, Houverath, Wegberg, Dilkrath, Hinsbeck, Straelen, Wallbeck und Lüllingen zum 108 Kilometer entfernten Kevelaer zu gelangen, wo sie der Gottesmutter die Ehre erwiesen sowie Sorgen und Nöte, aber auch Dank im niederrheinischen Gnadenort vortrugen. 17 Neupilger waren mit von der Partie. „Dieser erste Weg hinterließ bei allen Neupilgern einen nachhaltigen Eindruck“, ist sich Dittrich sicher.

Weihbischof Rolf Lohmann hieß die Bruderschaft aus Eschweiler in Kevelaer willkommen und ehrte in der Kerzenkapelle den Ehrenpilger Werner Wolter für seine 60. Wallfahrt zur Gottesmutter. Ein bewegender Moment im Leben des Ehrenpilgers, der Kevelaer „lebt“. Zur 40. Fußwallfahrt nahm Dr. Marliese Sobotka die Glückwünsche entgegen und für Josi Risse, auch Jubilarin, war es die 25. Wallfahrt zum Gnadenort nach Kevelaer.

Zahlreiche ehrenamtliche Helfer unterstützten die Wanderung: In die Fußstapfen des unvergessenen Ludwig Hellenthal ist der Jonas Nobis getreten, der alle Messen musikalisch an der Orgel begleitete und darüber hinaus den Pilgerchor wieder ins Leben gerufen hat. Dass eine solche Woche nicht ohne „Organisation“ läuft, versteht sich von selbst. Georg Grünheidt hatte seinen Begleitbus im Griff. Daniel Wartha kennt in dieser Woche jeden Pilgerkoffer und Norbert Jerzynski gilt als der „richtige Schrittmacher“ der Wallfahrt.

Dass die Pilgerfüße einer guten Behandlung unterzogen wurden, war auch das Verdienst von Anita Hendriks. „Viele stille Mitstreiter sorgten für einen reibungslosen Ablauf, um zum Gelingen der Fußwallfahrt beizutragen“, schildert Dittrich und wünscht sich, dass das diesjährige Thema aktuell bleiben möge.

Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert