Wall Street Theatre erneut im Talbahnhof Eschweiler

Von: ran
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Unbelievable! Das „Wall Street Theatre“ mit Herrn Schröder (links) und Herrn Schultze hat durch Froschcois le Frog eine namhafte Verstärkung erhalten. Foto: Andreas Röchter

Eschweiler. Unbelievable! Die „dear old friends“ haben Verstärkung bekommen! Herrn Schultze und Herrn Schröder ist ein „komischer Vogel“ zugehüpft beziehungsweise „zugeüpft“, wie der „Froschzose“ Froschcois le Frog beim umjubelten Auftritt des „Wall Street Theatres“ im absolut voll besetzten Talbahnhof akzentvoll betonte.

Natürlich mit einer „Greencard“ ausgerüstet, übernahm der Neuzugang auf der Bühne des Kulturzentrums zwischenzeitlich das Kommando, schmetterte stimmgewaltig ein Chanson und berichtete von Ausflügen in die Welt der Medizin. „Kommt ein Frosch zum Pathologen. Fragt der Was willst du hier?´ Klare Antwort: Laichen!“

Und auch die beiden Kollegen aus dem britischen Königreich bekamen ihr Fett weg. Nicht umsonst heiße es schließlich „leben wie Gott in Frankreich“. Nach England komme dieser nur, um sich zu überzeugen, „dass es richtig war, euch auf einer Insel auszusetzen“. Starker Tobak!

Doch natürlich ließen sich Herr Schultze und Herr Schröder nicht so ganz die „butter vom Bread“ nehmen: Wie immer perfekt gekleidet, schleuderte das Duo dem Publikum gleich zum Auftakt die Frage „Do you want Rock´n´Roll?“ entgegen. Auf die positive Antwort folgten (natürlich) ein harter Rap und eine akrobatische Breakdance-Einlage von Herrn Schröder alias Andreas Wiegels, die den Zuschauern Hören und Sehen vergehen ließ.

Kurz darauf stand eine besondere Form der „Evolutions-Theorie“ auf dem Programm, die sich an die Fersen der Wurzeln des Briten heftete. Der Ursprung des Inselvolks läge eindeutig in Australien, genauer gesagt bei einem Aborigine-Stamm mit Segelohren. Dieser habe die körperlichen Vorteile genutzt, sei auf Holzbrettern stehend in See gestochen und habe als „Windsurfs“ die Kreidefelsen von Dover erreicht.

„Den Rest besorgte die gälisch-frühneuenglische Vokalverschiebung, die im Laufe des 16. Jahrhunderts aus den Windsurfs die Windsors werden ließ“, beendete Herr Schultze (Christian Klömpken) die informative Geschichtsstunde, um gleich darauf mit der Hilfe seiner „Power of mind“ sowie seines „Magic Mantels“ als „schwe(ä)bische Jungfrau“ über die Bühne zu gleiten, wobei die Frage offen blieb, welcher Teil des Duos nun als Magier oder Jungfrau agierte.

Atemberaubende Jonglagen, „New scottish circus“, bei dem Herr Schultze bedenklich am Kiltstoff gespart hatte, sich so aber „very braveheart“ fühlte, sowie eine geradezu unfassbare Trapeznummer samt „Salto mortale“ von Froschcois le Frog im hinteren Teil der Bühne krönten den ersten Teil des Programms „Frog ´n´ Chips“.

Dass akrobatische Fähigkeiten auch im alltäglichen Leben von größtem Nutzen sein können, machte Herr Schultze dann deutlich, als er dem Publikum berichtete, sich mit dem Kauf eines Jaguar S-Type aus dem Jahr 1963 einen Traum erfüllt zu haben. Und mit der Unterstützung der „Sportwageneinstiegshilfe“ von Lifta sowie der Tatkraft von Herrn Schröder stand unter der Überschrift „put my Bein in“ der ersten Fahrt (fast) nichts mehr im Wege.

Neben dem Interesse für fahrbare Untersätze teilen die „dear old friends“ aber auch die Leidenschaft für Filme. So faszinierte das Duo bei seinem Ausflug in die „Movieworld“, als es auf speziellen Wunsch des Publikums die Klassiker „Moby Dick“ und „Star Wars 6“ mischte, sich auf die Suche nach dem grünen Wal machte, zahlreiche Jedis über die Wellen reiten und einen Eskimo „sich von der Rolle machen“ ließ.

Scherben bringen Glück

Mit der „5-Teller-Drehnummer“ hatten sich die beiden Talbahnhof-Stammgäste schließlich einen absoluten Höhepunkt für den Schlussteil des Programms aufgehoben, der unter dem Motto „Scherben bringen Glück“ für Nervenkitzel im Publikum sorgte.

Zu guter Letzt griffen Herr Schultze und Herr Schröder dann auch noch zur vor dem Auftritt bei 95 Grad gewaschenen Gitarre, um unterstützt von Froschcois le Frog das Publikum freundlichst, aber bestimmt hinaus zu komplimentieren: „Good bye und au revoir!“ For sure und certainement.

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