„Walderlebniswochen“: Raus aus der Schule, rein in die Natur

Von: mah
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Fertigkeiten bei den Walderlebniswochen: Bienenquartiere wurden gebaut und dazu Bambusstangen bearbeitet. Foto: Manuel Hauck

Eschweiler. Das Erlebnis steckt schon im Namen der „Walderlebniswochen“, die vom Kinderschutzbund in der zweiten Hälfte der Sommerferien veranstaltet werden. Ein Ferienprogramm, das den Kindern im Grundschulalter die Natur, Bewegung und die Erfahrungen durch die verschiedenen Sinne wie Fühlen, Schmecken und Riechen nahe bringt, ist das ausgesprochene Ziel der Betreuung.

Diese finden in den ersten drei Wochen der Ferien an der EGS Stadtmitte und in der zweiten Hälfte an der Barbaraschule Stich statt und zeigt einmal mehr die Kooperation zwischen den Verbundschulen.

Sportlich ertüchtigt

Die Walderlebniswochen sind nun in vollem Gange und bieten eine aktive Ferienbetreuung. Gesund stieg die Gruppe, bestehend aus 20 bis 30 Kindern und rund zehn Betreuern, die teilweise auch während der Schulzeit nach der letzten Unterrichtsstunde im Kids-Club zusammenkommen, mit einem Kennenlernfrühstück. Die Herausforderung der drei Wochen lautet: „Wir bauen ein Walddorf“ – und entsprechend dieser Aufgabe wird fast täglich der nahe gelegene Stadtwald erkundet und das Dorf aufgebaut. Während sich Julius Herbort, Student der sozialen Arbeit, jeweils montags mit den Kindern auf dem Hof der Barbara-schule sportlich ertüchtigte, standen einzelne Besuche von Fachleuten aus den Bereich Natur und Ökologie auf dem Programm.

Lebendiges Bienenvolk

Imkerin Hildegard Mertens besuchte die Walderlebniswochen an zwei Tagen und brachte den Kindern verschiedene Insekten näher, die vergrößert betrachtet werden konnten. Die Erfahrung, so die Einschätzung der Imkerin, sei, dass Kinder eher bei Tieren wie Insekten vorsichtig seien, da die Eltern dies so vorlebten. Ihnen diese Scheu zu nehmen, dafür sorgte Mertens dank einer Wabe mit einem lebendigen Bienenvolk samt Königin. Probiert haben die Kinder den Honig, den die Imkerin ihnen zuvor als „weißes Nutella“ schmackhaft gemacht hatte. Letztlich konnten die Kinder aber auch selber Hand anlegen und Bienenquartiere aufbauen, in denen beispielsweise auch Wildbienen, die rund ein Jahr zum Schlüpfen benötigen, leben können. Auf diese Weise wurden den Kindern ermöglicht, die Natur zu sehen, schmecken, riechen, fühlen und nebenbei die handwerklichen Fertigkeiten zu erweitern.

Ein Überraschungsfilm wird am Ende der Woche mit dem „Sumsum-Kino“ gezeigt. In der zweiten Woche geht es mittels Orientierungsspielen im Wald über Stock und Stein, die Kinder spannen eine Slackline, die heimische Natur wird mit einer Wanderung zum Riffersbach erkundet und die Gruppe arbeitet am eigenen Walddorf weiter. Der Besuch von Greenpeace hält die Kinder getreu dem Thema Wald und Wasser dazu an, mit der Natur sorgsam umzugehen. In der letzten Woche der Ferien wird die eigene Eisherstellung aus Waldbeeren, die Suche nach Waldgeistern und die Vollendung des Walddorfes das Programm ergänzen. Während der Großteil der Erlebniswochen in und um die Barbaraschule und den indestädtischen Wald stattfinden, macht sich die Gruppe einmal die Woche auf in die Weite. Der Abenteuerspielplatz „Kirschbäumchen“ in Aachen, der Erlebnisbauernhof „Irrland“ in Kevelaer und der Waldspielplatz in Roermond sind willkommene Ausflugsorte. Das Ziel, der Schönheit der Natur zu begegnen, wird so auf verschiedene Arten verfolgt. Ermöglicht wird das Programm einerseits durch den Spendenetat des Kinderschutzbundes und andererseits auch durch die Unkostenbeiträge der Eltern.

Drei Walderlebniswochen bedeuten aber nicht das Ende des Ferienprogramms an der EGS Stadtmitte und der Barbaraschule in Stich. Während ein gesundes Abschiedsgrillen die sechste Woche abschließt, werden die letzten zwei Ferientage in der kommenden Woche auch genutzt. Der Spielplatz am Ringofen und der Blausteinsee sind der Abschluss der erlebnisreichen Sommerferien.

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