Wache erhält mehr Feuerwehrleute bei gleichen Aufgaben

Von: ran
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Eschweiler. Unterschiedliche Gründe haben in der jüngeren Vergangenheit zu zeitweiligen personellen Engpässen bei der Eschweiler Feuerwehr geführt. Während des Haupt- und Finanzausschusses am Mittwoch legte die Verwaltung nun ein Papier vor, in dem die Situation erläutert wird. Unter anderem strebt sie eine Aufstockung der Personalstärke der hauptamtlichen Feuerwehrleute von 57 auf 61 an.

Während der anschließenden Diskussion unterbreitete Wilfried Berndt (CDU) den Vorschlag, die Feuerwehr Eschweiler vom Aufgabenbereich „Krankentransport“ zu befreien. „Uns geht es darum, einerseits natürlich die Sicherheit der Bevölkerung zu gewährleisten, andererseits aber auch die Belastung der Feuerwehrmänner und -frauen auf ein akzeptables Maß zu beschränken“, so der 2. stellvertretende Bürgermeister.

Dem Problem der Überlastung der Feuerwehrleute könne nur mit einer Personalaufstockung oder der Reduzierung des Arbeitsaufwands begegnet werden. „Ohne den Krankentransport werden bei gleichbleibender Mannschaftsstärke Kräfte frei“, betonte der Christdemokrat, der darüber hinaus unterstrich, ihm sei bewusst, ein hochsensibles Thema angesprochen zu haben.

Einsatzzahlen nicht planbar

Der Möglichkeit, Krankentransporte von privaten Anbietern ausführen zu lassen, erteilten die Mitglieder anderer Fraktionen eine klare Absage. Dietmar Widell (Bündnis 90/Die Grünen) machte darauf aufmerksam, dass stattdessen immer mehr Kommunen Schritte unternähmen, den Rettungsdienst wieder zu rekommunalisieren. Außerdem seien die Einsatzzahlen der Feuerwehr grundsätzlich nicht planbar.

Eine These, der Wehrleiter Harald Pütz beipflichtete und mit Zahlen untermauerte. So sei die Zahl der Hilfeleistungen im Jahr 2014 um rund 300 Einsätze auf 875 gestiegen, während beim Brandschutz ein Rückgang von 189 auf 156 Einsätze zu verzeichnen gewesen sei.

Nadine Leonhardt (SPD) erklärte, die Sicherung von Qualitätsstandards müsse Priorität genießen.

Ein Hinweis, den Bürgermeister Rudi Bertram aufnahm: „Wir sind auf dem Weg, die Personalstärke zu erhöhen. Dies ist nicht einfach, da der Markt in Sachen Feuerwehrkräfte leergefegt ist, weil die Kommunen Privatisierungen zurücknehmen. Deshalb investieren wir in die Ausbildung. Klar ist, dass Geld in die Hand genommen werden muss, um die hohen Ansprüche, die an die Feuerwehr gestellt werden, dauerhaft erfüllen zu können. Aber Krankentransporte sind ein Teil der Daseinsfürsorge. Kranke haben das Recht, von höchstqualifizierten Menschen versorgt zu werden.“

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