Vortrag: Kinderbuchautorin über frühkindliche Leseförderung

Von: af
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Kinderbuchautorin Hannelore Dierks (rechts) bei ihrem Vortrag zur frühkindlichen Leseförderung mit ihren Zuhörerinnen. Foto: Anna Fitscher

Eschweiler. „Kinderbücher und Kinder sind mein Leben“, eröffnete Hannelore Dierks die Veranstaltung zur frühkindlichen Leseförderung in der Stadtbücherei Eschweiler. Diese fand im Rahmen des Herbstprogrammes „Netzwerk Bibliothek“ der Stadtbücherei Eschweiler und in Kooperation mit dem Friedrich-Bödecker-Kreis NRW statt.

Mütter, Omas und Erzieherinnen waren gekommen um der Kinderbuchautorin, die unter anderem für Verlage wie Ravensburger und Rowohlt schreibt, bei ihrem Vortrag zuzuhören.

In einer kleinen Vorstellungsrunde stellte sich heraus – so zumindest die Erfahrung der Erzieherinnen - dass den Kindern zuhause kaum noch vorgelesen wird. Heutzutage werden den Kindern eher mal Mamas oder Papas Smartphone oder ein Tablet-Pc in die Hand gedrückt. Mit dem Ergebnis, dass die meisten kleinen Kinder anfangen zu wischen, wenn sie ein Buch in die Finger kriegen – und sich dann wundern, wenn kein neues Bild erscheint. In Kindergärten ist das Vorlesen jedoch nach wie vor ein fester Bestandteil.

„Kinder brauchen Geschichten genauso nötig wie Vitamine und Spurenelemente“, sagte die 73-jährige Kinderbuchautorin. Auch, so Dierks, seien Geschichten heutzutage eine Art „Rettungsinsel“ in unserem zunehmend schnelllebigen und stressigen Alltag – nicht nur für Kinder, sondern eben auch für Erwachsene. Ein weiteres wichtiges Argument für das Vorlesen sei zudem, dass Kinder lernen, sich in andere Menschen hineinzuversetzen. Sie entwickeln Gefühle wie Mitleid und Freude, aber auch Wut über Ungerechtigkeit.

Etwas falsch machen kann man laut der Kinderbuchautorin beim Vorlesen nicht – wichtig sei es nur, gerade auch bei kleineren Kindern, die Fantasie anzuregen. Dies könne man ganz einfach tun, indem man den Kindern Bilder aus Büchern zeigt und sie zunächst beschrieben lässt, was sie sehen. Oft kämen dabei erstaunliche Dinge raus, da Kinder oftmals ein Auge für winzig kleine Details haben, die Erwachsenen meistens gar nicht auffallen. Außerdem könne man eine Geschichte auch nur bis zu einem bestimmten Punkt vorlesen – um dann gemeinsam mit dem Kind zu überlegen, wie es weitergehen könnte. Das würde nicht nur die Fantasie, sondern auch den Sprachgebrauch des Kindes anregen. „Das ist Sprachförderung pur“, sagte Dierks.

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