Eschweiler - Vortrag: Eine Reise von Eschweiler-Ost ins Ruhrgebiet

Vortrag: Eine Reise von Eschweiler-Ost ins Ruhrgebiet

Von: Christoph Hahn
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Nahm seine Zuhörer mit auf eine besondere Reise: Kurt Manthey, Vorsitzender des Eschweiler Geschichtsvereins. Foto: C. Hahn

Eschweiler. Der Vorsitzende rief – und viele, viele historisch interessierte Bürger kamen: Kurt Manthey, Chef des Eschweiler Geschichtsvereins, hielt im Saal des Talbahnhofs einen stark beachteten Lichtbild-Vortrag. Das Thema des Referats knüpfte eine Verbindung zwischen traditionellen Formen des Lebens in der Indestadt und an anderen Orten: „Ihr da oben, wir da unten: Arbeit und Wohnen in Eschweiler und im Ruhrgebiet“.

Dass Manthey, der aus Pommern stammt, dieses Thema in seiner Wahlheimat zum Gegenstand seines Forschereifers gemacht hat, verdankt sein Entstehen einem biografischen Detail: Aufgewachsen ist der Techniker in einer Duisburger Eisenbahner-Siedlung. Diese frühen Eindrücke haben sein Interesse geweckt und geschärft. Inzwischen hat Manthey nicht nur auf diesem Gebiet ein profundes Wissen angehäuft, an dem er nun seine Zuhörer teilhaben ließ. Weiterer Hintergrund: Als „Reiseleiter“ im Dienst der Volkshochschule, deren Leiterin Silvia Hannemann den Abend im Talbahnhof als Mitveranstalterin eröffnete, begibt sich der Vorsitzende am 3. Dezember mit einer großen Gruppe auf Exkursion zu den Stationen seiner Reise.

Den kenntnisreichen Ausführungen zuzuhören bereitete Freude, schon weil Kurt Manthey seinen enormen Wissensschatz in einer gerade für Laien „bekömmlichen“ Weise auszubreiten verstand. Dabei stellte er dem Publikum nicht nur international bekannte Großsiedlungen wie Oberhausen-Eisenheim und Essen-Margarethenhöhe (das mit einem Schlenker zur Villa Hügel) vor, sondern wandte darüber hinaus der Bergarbeiter-Kolonie Eschweiler-Ost besondere Liebe und Aufmerksamkeit zu. 118 einfache Reihenhäuser, zwischen 1926 und 1930 errichtet, sind dort entstanden.

Zu der Kolonie, die einst für Beschäftigte der 1944 in Folge eines Bombentreffers abgesoffenen Grube Reserve hochgezogen wurde, hegt Kurt Manthey eine Art von Liebe auf den zweiten Blick: „Ich habe die Siedlung 1991 kennen gelernt, und sie war nicht so schön.“ Heute aber, da die Häuser beträchtlich aufgehübscht worden sind, präsentiere sich ein anderes Bild. Eben jenes Bild hat Kurt Manthey anschaulich und bisweilen menschlich berührend vermittelt.

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