Eschweiler - Vorsicht, wenn plötzlich ein Fremder klingelt

Vorsicht, wenn plötzlich ein Fremder klingelt

Von: jrd
Letzte Aktualisierung:
sen_sicherheit_bu
Der vorsichtige Blick durch den Türspalt, abgesichert durch eine Kette: Senioren können sich auf vielfache Weise zu Hause schützen. Die Polizei gab nun einige Tipps. Foto: imago/Theissen

Eschweiler. Angebliche Lottogewinne, vermeintliche Enkel und scheinbare Handwerker - leider können viel zu viele ältere Menschen ein Liedchen singen von den verschiedensten Versuchen, sie übers Ohr zu hauen, egal ob am Telefon oder an der Haustür.

Damit das aber nicht geschieht, fand nun im Städtischen Seniorenzentrum an der Marienstraße ein Vortrag zum Thema „Sicherheit zu Hause” statt.

Im Rahmen der Woche der Senioren war es das Anliegen der beiden Referentinnen Ina Nolden vom Kriminalkommissariat Vorbeugung der Aachener Polizei und Christel Weser, ehrenamtliche Seniorenberaterin der Stadt im Auftrag der Polizei, nicht nur über die „Seniorenfallen” selbst, sondern gerade auch über Schutzmechanismen aufzuklären.

Zunächst ging es um verschiedene Tricks, mit denen Betrüger versuchen, in eine Wohnung zu gelangen.

Die Spanne reicht weit: Vom Mitarbeiter der Stadtwerke, der die Wasserleitung kontrollieren will, über die schwangere Frau, die sich doch nur eben auf ein Glas Wasser hinsetzen möchte, bis zum Verletzten, dessen Freund schnell hereinkommen will, um den Notarzt zu rufen.

Mithilfe von kurzen Videos, die nach wahren Begebenheiten in Aachen nachgestellt wurden, verdeutlichten Nolden und Weser richtiges und falsches Verhalten in einer solchen Situation.

Gerade bei einer scheinbar offiziellen Funktion des Klingelnden sei Vorsicht geboten, mahnte Weser: „Wir können gar nicht so schnell erkennen, ob der Ausweis echt ist!”

Und auch im Fall des Verletzten sei es keine unterlassene Hilfeleistung, ihn oder seinen Freund nicht ins Haus zu lassen - ein Notruf genügt.

Anschließend ging es dann um die Frage, wie man Taschendiebstähle am besten vermeidet.

Gerade auf belebten Straßen und Plätzen sei es dafür wichtig, Taschen eng und fest verschlossen am Körper zu tragen.

Neben vielen Ratschlägen für einzelne Situationen hob Nolden besonders den Notruf als sicheres Mittel in Gefahrensituationen hervor: „Rufen Sie uns an, dafür sind wir da - lieber einmal zu viel als zu wenig!”

Dabei war zwischendurch für die Zuhörer auch immer wieder Gelegenheit, Fragen zu stellen oder von persönlichen Erlebnissen zu berichten, sodass sich aus dem Vortrag ein reger Austausch zwischen Referentinnen und Publikum entwickelte.

Einiges Wissenswertes erfahren haben die Senioren dabei sicherlich. Wie eine der Zuhörerinnen es bestätigte: „Was Sie hier gesagt haben, erzähl ich nachher allen alten Leuten!”
Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert